Stadtbücherei und Seniorenbeauftragte haben Literatur zur Demenz zusammengestellt

Sie machen Mut fürs Alter

Ein Schatz an Ratgebern und Mutmachern: Seniorenbeauftragte Alina Überdieck (links) hat in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei viele Informationen zum Thema Demenz zusammengestellt. Neben Alina Überdieck steht Cornelia Reckelkamm (hinten), vorne Bürgermeister Markus Boucsein und Eva Gröninger. Foto:  Brandau

Melsungen. Es ist eine Art Mutmach-Kiste, die die Melsunger Seniorenbeauftragte Alina Überdieck für die Besucher zusammengestellt hat. Darin befinden sich Dutzende von Büchern, die sich allesamt mit dem Thema beschäftigen, das immer mehr Menschen angeht: Demenz.

Zurzeit leiden mehr als 1,3 Millionen Menschen unter der Krankheit. Schon in drei Jahrzehnten aber, so die Schätzungen, werden doppelt so viele Männer und Frauen von der krankhaften Vergesslichkeit betroffen sein. Nimmt man dann noch die Angehörigen hinzu, die sich um die Erkrankten kümmern, schießt die Zahl derer, die mit dem Thema Demenz umgehen müssen, noch um ein Vielfaches nach oben.

Für Alina Überdieck waren diese Schätzungen und Zahlen Grund genug, in Kooperation mit der Stadtbücherei jede Menge Materialien zusammen zu stellen, die den Menschen Zuspruch, Tipps und Anregungen geben. So finden die Besucher der Melsunger Stadtbücherei nun eine Vielfalt von Ratgebern, Informationsheften, Romanen und Tipps für Gedächtnisübungen rund ums Thema Vergesslichkeit im Alter.

Interessant sind sie für Angehörige von Erkrankten, aber auch für Mitarbeiter in der Pflege und für alle, die mehr über die altersbedingte Vergesslichkeit wissen möchten. „Wir wollen die Menschen sensibilisieren und ihnen zugleich die Scheu und Angst vor der Krankheit nehmen“, sagt Überdieck.

Die Furcht davor, im Alter an Demenz zu erkranken, sei bei vielen Menschen groß, bestätigte Bürgermeister Markus Boucsein. Umso wichtiger sei es, gut informiert zu sein. Dafür sei es auch bedeutsam zu wissen, wie man der Krankheit mit Hilfe von Sport und Gedächtnistraining vorbeugen könne. „Demenz ist nicht ansteckend - und dennoch auf dem besten Wege, zur Volkskrankheit zu werden.“

Aufklärungsarbeit

Das von der Seniorenbeauftragten zusammengetragene Material stelle eine wichtige Aufklärungsarbeit dar, sind sich Eva Gröninger und Cornelia Reckelkamm von der Stadtbücherei sicher: „Damit können wir unseren Kunden nun auch Ratgeber und Informationen anbieten, die sich auf dem allerneuesten Stand befinden“, sagen die beiden Fachfrauen fürs Lesen.

Die Medienkiste Demenz steht allen Nutzern zur Verfügung, die bei der Bücherei als Leser registriert sind. Wer noch keiner ist, hat nun vielleicht einen guten Grund gefunden, endlich einer zu werden. Die Anmeldung ist kostenfrei. • Öffungszeiten: dienstags von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 16 bis 19 Uhr und freitags von 9 bis 11Uhr.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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