Theatergruppe des Kirchspiels Waßmuthshausen spielt „Glaubersalz zum Nachtisch“

Männer sind Mangelware

Wortwitz und Situationskomik: Mit der Komödie „Glaubersalz zum Nachtisch“ unterhalten die Akteure des Kirchspiels Waßmuthshausen - (hinten, von links) Marlis Heußner, Sonja Mitteldorf, Petra Bigge, Roland Götze und Elfriede Findling sowie (vorn, von links) Doris Freeman, Heidi Thiel und Hartmut Heinmüller - am kommenden Wochenende ihr Publikum. Foto: Ehl-von Unwerth

Wassmuthshausen. Kleine Schikanen und unergründliche Gefühle in einer Fastenklinik: Mit dieser theatralischen Kost wollen die Laienspieler des Kirchspiels Waßmuthshausen am kommenden Wochenende das Publikums zum Lachen bringen.

Im Mittelpunkt der Komödie „Glaubersalz zum Nachtisch“ steht Amadeus Motzer (Hartmut Heinmüller), von seiner besseren Hälfte gern auch mehr oder minder liebevoll „Mäuschen“ genannt. Nicht gerade freiwillig tritt er in einer süffisanten Dreierkonstellation gemeinsam mit seiner resoluten Ehefrau Ellen (Sonja Mitteldorf) und der streitlustigen Schwägerin Marie (Elfriede Findling) eine Fastenkur an.

Angesichts eingeschränkter Umstände und kümmerlicher Gegebenheiten im Gesundheitstempel scheut er nicht davor zurück, unverblümt zu nörgeln. Zugleich ist der Pantoffelheld eifrig bemüht, sich das karge Klinikleben so angenehm wie möglich zu gestalten: Mit Raffinesse, Taktik und einer gehörigen Portion Galgenhumor hamstert er Schokoriegel und kneift beharrlich vor therapeutischen Seelen- und Leibesertüchtigungen. Eine nicht gerade herzliche Beziehung verbindet ihn mit seinem Zimmernachbarn Markus (Doris Freeman), der mit Koketterien und Schmeicheleien zum Herzensbrecher der Kurklinik-Patientinnen mutiert.

Und auch die esoterisch angehauchte Ärztin Dr. Schnabel (Petra Bigge) sowie Pfleger Roland (Roland Götze) und Schwester Monika (Heidi Thiel) treffen mit ihren medizinischen Analysen bei Amadeus keineswegs auf Gegenliebe.

Erstmals im Kirchspiel-Theaterensemble mit dabei ist Heidi Thiel, die eigentlich nur die Bühnendekoration gestalten wollte.

Sie sei gnadenlos überrumpelt worden - und ahne nun Fürchterliches, beteuert sie im Hinblick auf ihr Lampenfieber. Ihr zur Seite stehen die alten Bühnenhasen: Sonja Mitteldorf spielt seit ihrer Jugend und gehört mit Elfriede Findling und Marlis Heußner, die bei Bedarf als Souffleuse den Akteuren die Worte in den Mund legt, zu den Frauen der ersten Stunde. Ihnen schloss sich Hartmut Heinmüller an - aus gutem Grund: „Es gab bei den Proben immer leckeren Kuchen“.

Dennoch fehlen dem Ensemble männliche Mitstreiter. Da müssen wohl künftig wieder verstärkt Lockversuche mit leckerem Backteig gestartet werden, um die männliche Mangelware im Theaterteam auszugleichen.

Aufführungen am Freitag, 11. und Samstag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr, im Gasthaus Hepe, Allmuthshausen • Anmeldungen erbeten unter Tel. 0 56 81/27 32. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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