Wolfhager Demonstranten 

Diskussion mit Geschäftsführer über Schließung der Geburtshilfestation

Wolfhagen/Kassel. Das Aus der Geburtshilfe an der Kreisklinik war kaum verkündet, da bündeln die Menschen im Wolfhager Land schon wieder ihre Kräfte und starteten eine weitere Form des Protests gegen die Schließung der Station.

Mit einem Reisebus und weiteren Privatfahrzeugen machte sich ein Tross von gut 60 Personen auf gen Kassel. Organisiert war die Protestaktion vor dem GNH-Gebäude in Kassel durch das Wolfhager Aktionsbündnis aus Politik, Kirche und engagierten Bürgern.

Dort hatte ab 11.55 Uhr eine Mahnwache vor den Räumlichkeiten am Klinikum Kassel stattgefunden. Die Demonstranten sangen Lieder, schwenkten Transparente und hielten Kerzen in den Händen.

Aktualisiert um 16 Uhr

Kurz nach Beginn der Aktion dann die Überraschung: GNH-Chef Dr. Gerhard Sontheimer und der Kreisklinik-Geschäftsführer, Bernd Tilenius, öffneten die Türen des Gebäudes und baten die Demonstranten herein. Applaus unter den Teilnehmern der Aktion, die daraufhin singend und mit ihren Bannern in den Händen den Hörsaal des Verwaltungsgebäudes an der Mönchebergstraße betraten. Dort stellte Sontheimer sich der Diskussion, die emotional aufgeladen war, aber immer friedlich. 

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Sontheimer machte noch einmal deutlich, dass die finanziellen Rahmenbedingungen erfüllt werden müssten, um einen Weiterbetrieb der Geburtshilfe am Standort Wolfhagen zu ermöglichen, seien jährlich 520.000 Euro nötig. Sollten diese Bedingungen erfüllt werden, könne die Station auch weiter bestehen. Dies sorgte für Freude unter den Teilnehmern. Weitere Hoffnung dürfte die Tatsache machen, dass es in den nächsten beiden Wochen konkrete Gespräche zwischen Stadt Wolfhagen und der GNH geben soll. (uli)

Wir berichten auf hna.de sowie kassel-live über die aktuelle Entwicklung.

Bilder zur Demonstration

Demo vor dem Gebäude der Gesundheit Nordhessen

Quelle: HNA

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