Bürgerinitiative „Chattengau gegen Massentierhaltung“ fordert zu Widerstand auf

Mahnwache vor Hähnchen-Maststall

Zennern/Niedenstein. Gegen die Pläne eines Hähnchen-Mästers, im Waberner Ortsteil Zennern zwei weitere Stallungen zu bauen und seine Mastkapazität von 50 000 Tieren auf 150 000 Tiere zu erweitern, macht die Bürgerinitiative „Chattengau gegen Massentierhaltung“ mobil.

Sie ruft für kommenden Samstag, 10. Mai, ab 11 Uhr zu einer einstündigen Mahnwache vor dem bereits bestehenden Maststall in Zennern auf. Es solle damit verdeutlicht werden, dass diese Baumaßnahme eine regionale Bedeutung habe und nicht ohne Widerstand umgesetzt werden könne, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative.

Noch habe die Gemeindevertretung nicht über den Antrag entschieden, für den möglicherweise ein geänderter Bebauungsplan nötig wäre, schreiben die Initiatoren.

Immer mehr Mastbetriebe

Weitere Informationen auch im Internet unter 
www.bi-chattengau.de
und www.facebook.com/bi.chattengau

Kontakt: 
info@bi-chattengau.de

Die BI sieht sich in ihrer Sorge bestätigt, dass in Nordhessen immer mehr Mastbetriebe ansiedeln beziehungsweise ihre Kapazitäten erweitern werden.

Die Bürgerinitiative existiert erst wenige Monate und machte Ende Februar mit einer großen Demonstration mit über 500 Teilnehmern gegen die Erweiterung von Hessens größtem Geflügelschlachthof in Gudensberg auf sich aufmerksam.

„Informieren, motivieren, verändern, das sind Kernbegriffe unserer Arbeit in der Bürgerinitiative“, schreibt BI-Sprecher Andreas Grede. Die Menschen müssten ihre Marktmacht als Verbraucher nutzen und das Billigfleisch in den Kühlregalen der Supermärkte liegen lassen.

In der Politik müsse endlich eine Abkehr von der Wachstumsideologie zugunsten der Agrarindustrie stattfinden, die auf Kosten von Mensch, Tier, Natur und Umwelt gehe. Zu fördern sei dagegen eine bäuerliche Landwirtschaft, die qualitativ wertige Lebensmittel produziere. (ula)

Quelle: HNA

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