Prachtstauden präsentieren sich in der Mitte des Jahres besonders schön

Die Majestäten blühen auf

Blütenpracht: Phlox, Rittersporn und Veronica. Foto: privat

Schwalmstadt. Zugegeben, dieser Sommer ist nicht der Sommer, auf den wir uns gefreut haben - Regen im Übermaß.

Aber trotzdem haben wir Freude am Garten, denn die Wuchsfreudigkeit und die Blütenfülle ist enorm, auch wenn die Blüten nach einem Regenschauer etwas weinerlich aussehen. Juni, Juli, August ist die Zeit der Prachtstauden. Ein gepflegtes Prachtstaudenbeet ist ein herrlicher Anblick, doch sind diese Prachtstauden recht anspruchsvoll in der Pflege.

Denken wir nur an den majestätischen Rittersporn (Delphinum), der in allen Blauschattierungen und in weiß-rosa zu haben ist. Er möchte gedüngt, alle drei bis vier Jahre geteilt, versetzt und gestützt werden, um bei Gewitter und Wind bestehen zu können. Ich rate zu dem etwas niedrigeren und kleinblütigen „Delphinum Belladonna“. Er ist standfester und besticht durch ein beeindruckendes, leuchtendes Blau. Allerdings ist er bei hoher Luftfeuchtigkeit- wie dieses Jahr - mehltauanfällig wie alle Rittersporne. Schneidet man ihn nach der Blüte bis zum Boden zurück und düngt ihn, so kommt es im September zu einer zweiten Blüte.

Ganz wichtig für die Juliblüte ist der Phlox. Vom schon oft zitierten Altmeister der Staudenzucht Karl Förster stammt das Zitat: „Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum“. Phlox ist standfest und hält manchem Gewitterregen stand. Vor allem sein Duft ist beeindruckend! Seine Blütezeit kann man verlängern, indem man den obersten Blütenstand abschneidet. Aus den Blattachseln treibt er dann neu. Alle Prachtstauden sind hungrig und durstig - entsprechend ihrer Blatt- und Blütenfülle.

Weitere pflegeleichte Stauden für den Sommerflor sind die hohen Glockenblumen (Campanula lactiflora) oder die Sorten des hohen Ehrenpreis (Veronica) oder Wolken aus Schleierkraut (Gypsophila).

Ein wirkungsvolles Staudenbeet anzulegen bedeutet für Gärtner eine große Herausforderung. So sollen die hohen Stauden im Hintergrund stehen und nach vorne immer niedriger werden. Farblich soll der Gesamteindruck harmonisch wirken. Die Blütenformen spielen eine große Rolle und die Zeit der Hauptblüte muss beachtet werden.

Heute bieten viele Staudengärtnereien Pflanzpakete an, eine Zusammenstellung von Stauden, die in jeder Hinsicht harmonieren. Dazu gibt es eine Pflanzanleitung mit Angabe des Pflanzbedarfs und der Bodenbearbeitung. So kann man sich die Erfahrung der Züchter zunutze machen und in einem Jahr zu einem guten Erfolg kommen.

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Hiltrud Holland-Letz

Quelle: HNA

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