Malsfeld: Ärztehaus wird vorerst nicht gebaut

Malsfeld. Mit dem geplanten Neubau des Ärztehauses im Bereich des Rittergutes Malsfeld wird zunächst nicht begonnen. Das teilt der Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel mit.

Wille und einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung Malsfeld war, in Malsfeld ein Ärztehaus mit einer Arzt- und Zahnarztpraxis kreditfinanziert zu bauen. Finanzierung und Planung wurden im Haushalt 2012 vorgesehen.

Zwingende Voraussetzungen war laut Vaupel unter anderem, dass die durch den Bau entstehenden Kosten durch die Vermietung der Räume getragen werden.

Am Mittwochabend habe der in Malsfeld praktizierende Arzt Vaupel mitgeteilt, dass er die neuen Praxisräume nicht mehr mieten könne. Hintergrund sei offenbar, dass die angedachte Kooperation mit einem zweiten Arzt nicht zustande kam.

„Damit ist die Situation eingetreten, dass die vorgegebenen Voraussetzungen nicht erfüllt werden konnten“, erklärt der Bürgermeister. Die Folge: keine Vermietung, kein Bau.

Nach wie vor sei vorgesehen, im Bereich der noch abzureißenden Gebäude, ein seniorengerechtes Wohnen nach Bedarf zu errichten. Die Diakoniepflegestation habe bekundet, mit in diesen Komplex zu gehen und Pflege bis Pflegestufe 3 zu garantieren.

Eine dauerhafte und umfassende medizinische Grundversorgung sei zwar unverzichtbar für die Gemeinde. Allerdings könne dies in Zeiten schwieriger Haushaltssituationen nicht dazu führen, dass solche Vorhaben durch die Kommune subventioniert werden. Gerade die Zusatzplanung mit einer Räumlichkeit der VR-Bank hätte dazu geführt, das Gesamtvorhaben rentabler zu gestalten.

Warum dies durch Teile der Gemeindevertretung abgelehnt wurde, sei nicht nachvollziehbar. Mit Nachdruck würden nun Möglichkeiten ausgelotet, auch für den Bau des Ärztehauses, eine Lösung zu finden. (gör)

Quelle: HNA

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