Malsfeld wird Brauerei für Spezialbiere - Löwenbierproduktion könnte abwandern

Malsfeld. Die Brauerei in Malsfeld steht vor einer Umstrukturierung: Dort sollen in Zukunft Spezialbiere gebraut werden. Im Gegenzug erwäge man auf lange Sicht die Verlagerung der Produktion regionaler Biere nach Baunatal. Das bestätigte Hütt-Brauereichef Frank Bettenhäuser.

In der Malsfelder Brauerei wird das Hessische Löwenbier gebraut, sie gehört zu Hütt.

Konkrete Pläne für die Verlagerung gebe es aber nicht: „Da ist noch nichts beschlossen“, sagte Bettenhäuser. Es sei aber auch kein Geheimnis, dass die Brauerei in Malsfeld mit enormen Energiekosten kämpft.

Deshalb überlege man sich eine Perspektive für die Zukunft. Denkbar sei beispielsweise die Verlagerung einzelner Braubereiche: „Die Weizenbierproduktion macht dort keinen Sinn“, sagt Bettenhäuser.

Hütt plane grundsätzlich in einem Zeitraum von drei Jahren. Trotzdem schloss der Brauereichef nicht aus, dass es schon vorher Verlagerungen gibt. „Wir müssen sehen, wie die weitere Entwicklung ist.“

Sicher ist dagegen die Ausrichtung auf Spezialbiere. „Der Markt hat sich völlig verändert, es gibt weniger Bierkonsum pro Kopf, der Trend geht zu außergewöhnlichen Bieren“, sagt Bettenhäuser. Und die sollen aus Malsfeld kommen: Dort entsteht ein Sondersudbereich für 100  000 Euro, in dem parallel zur normalen Produktion ein Sud angesetzt werden kann.

Grundsätzlich gelte: „Der Schornstein wird in Malsfeld weiter rauchen“, sagt Bettenhäuser. Die zwei Arbeitsplätze seien nicht gefährdet. An den Rezepturen der regionalen Biere ändere sich nichts.

Gemischte Gefühle lösen die Pläne in Malsfeld aus: Auf der einen Seite installiere man Hand in Hand mit Hütt die Kleinsudeinrichtung. Auf der anderen Seite sei man bestrebt, den Brauereistandort komplett zu erhalten, sagte Bürgermeister Herbert Vaupel, Vorsitzender des Fördervereins Brauerei Malsfeld.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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