Malsfelder Feuerwehrtag: Stichflamme mit Haarspray

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Rettung aus dem Auto: Den Einsatz des Rettungsbretts zeigten die Mitglieder der Feuerwehr bei einer Übung auf dem Marktplatz in Beiseförth.

Beiseförth. Beim Malsfelder Feuerwehrtag auf dem Dorfplatz gab es Antworten auf viele Fragen: So erfuhren die Besucher beispielsweise, wie ein Feuerlöscher funktioniert, was passiert, wenn Hairspray entzündet wird und wie eine hydraulische Rettungsschere funktioniert.

Unter dem Motto „Feuerwehr zum Anfassen“ gaben die Feuerwehrleute aus Beiseförth und Malsfeld einen Einblick in ihre Arbeit und Aufgaben. Der Feuerwehrtag bot spektakuläre Übungen und Mitmachangebote – in den stets die Gefahren des täglichen Lebens nachgespielt wurden, sagte Bernd Grünhaupt, stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr Beiseförth.

Das kam bei den Besuchern gut an und sie nutzten die Möglichkeit, Experten zum Thema Brandschutz zu befragen. So informierte sich Pfarrer Henning Reinhardt bei Feuerwehrmann Alexander Feix, wie man denn einen Feuerlöscher richtig einsetzt.

Ein simulierter Unfall

Neben der Theorie ging es aber auch um die Praxis – und die ist bei Feuerwehrleuten ja meist sehr anschaulich. Das war es auch in Beiseförth, als die Feuerwehrleute einen Verkehrsunfall simulierten. Unter der Führung von André Hofmann verschafften sich die Retter einen Überblick über die Situation und klärten, ob der Fahrer noch ansprechbar war. Um ihn zu retten kamen Klebefolie, Glassäge, Spreizer, Schere und Rettungsbrett zum Einsatz.

Feuerwehr zum Anfassen in Beiseförth

Feuerwehr zum Anfassen in Beiseförth

Das Publikum verfolgte die Übung aufmerksam, die Kinder saßen angespannt am Rand des Geschehens und fieberten mit, ob Kevin Horchler, der das Unfallopfer spielte, auch tatsächlich gerettet werden würde. Das wurde er dank des Einsatzes der Beiseförther Wehr – und die erhielt am Ende viel Applaus.

Dann waren die Zuschauer dran: Die Brandschützer schafften ein weiteres Schrottauto herbei, damit die Gäste die hydraulischen Rettungsgeräte wie Schere und Spreizer testen konnten. Der Andrang war zögerlich, doch dann wagte sich Thomas Jakob an den Spreizer.

Schweres Gerät

Nachdem er mit Sicherheitsjacke, Handschuhe und Helm ausgestattet war, erklärte ihm Torsten Rostek, wie er den Spreizer bedienen musste. Jakob staunte über dessen großes Gewicht: „Es ist immerhin das erste Mal, dass ich ein solches Rettungsgerät in der Hand halte,“ sagte der 45-Jährige.

Außerdem zeigte die Jugendfeuerwehr eine Löschübung, es gab eine Vorstellung zur Brandschutzerziehung, einen simulierten Autobrand sowie Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto.

Mit dabei waren auch die Malteser, die bei den Gästen Blutdruck und Blutzucker kontrollierten. Sollte dieser bei manchen Gästen erhöht gewesen sein, so konnte das auch an den spektakulären Vorführungen gelegen haben.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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