Die Gemeinde gibt den Wunsch nach einem Mediziner nicht auf

Mandat für einen Arzt

Ottrau. Ottrau will weiter um einen niedergelassenen Arzt oder eine Zweigpraxis kämpfen. Ein Antrag der CDU-Fraktion wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung schließlich einstimmig angenommen. Danach soll der Gemeindevorstand aktiv werden und möglichst die verbesserten Fördermöglichkeiten im hessischen „Pakt zur gesundheitlichen Versorgung“ nutzen.

Matthias Wettlaufer (CDU) sagte zur Antragsbegründung, es gehe um ein „Mandat für die Ansiedlung eines Mediziners“, Fördersummen von bis zu 50 000 Euro stünden im Raum. Es sei wichtig, nicht passiv zu bleiben.

Reinhard Becker (SPD) stellte klar, dass die Kassenarztstelle Ottrau nicht mehr existiere, folglich sei es schon theoretisch nicht mehr möglich, dass ein Mediziner in der Gemeinde praktiziert. Er schlug vor, die Sicherstellung der künftigen Gesundheitsversorgung im Gemeindeverbund Südlicher Knüll (zusammen mit Neukirchen und Ottrau) anzugehen.

Wettlaufer und auch der Sprecher der Unabhängigen Wähler (UWG), Heiner Stumpf, plädierten dafür, den Antrag unverändert zu belassen. Stumpf sagte, es gehe um die Findung möglicher Lösungswege, „es ist einfach nur ein Auftakt“.

Grundschule soll bleiben

Ein weiterer CDU-Antrag betraf den Grundschulstandort in der Gemeinde. Alle Gemeindevertreter stimmten dafür, dass der Gemeindevorstand sich für den Erhalt einsetze und das außerdem die Zusammenarbeit der Schule mit dem Kindergarten geprüft werden soll. Matthias Wettlaufer (CDU) sagte, die Schule sei

„Wir müssen jetzt eine Durststrecke schaffen.“

M. Wettlaufer (CDU)

im Bestand gefährdet, die nächsten Jahrgangsstärken seien drastisch schwächer. Doch handele es sich offenbar nur um eine Durststrecke, da beim Neujahrsempfang vor Kurzem 23 Babys mit ihren Eltern begrüßt wurden. Zugleich sprach sich Wettlaufer gegen eine Erhaltung um jeden Preis aus, die Schulqualität dürfe nicht leiden.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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