Bürgermeister entwickeln unterschiedliche Strategien

Mangel an Wohnraum für ältere Menschen

Wolfhager Land. Die Bevölkerung schrumpft nicht nur, sondern wird immer älter: Im Landkreis Kassel liegt das aktuelle Durchschnittsalter bei 46,4 Jahren. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn wird für das Jahr 2025 ein Durchschnittsalter von 50,9 Jahren prognostiziert.

Der Anteil der über 65-Jährigen liege aktuell im Kreis bei 24,2 Prozent und solle im Jahr 2030 schon bei 31,5 Prozent liegen. Vor diesem Hintergrund sei die Zahl der seniorengerechten Wohnungen zu gering. Die Bürgermeister aus dem Altkreis beobachten eine zunehmend hohe Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen. In Wolfhagen kümmere man sich intensiv um die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, erklärt Bürgermeister Reinhard Schaake. Ein Bauträger plane aktuell mehrere seniorengerechte Wohnungen. Schaake kann sich auch vorstellen, dass auf dem Gelände des ehemaligen Hofes Waßmuth Bauplätze für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen werden. Er würde gern interessierte Senioren einladen, um deren Bedarf abschätzen zu können.

In Naumburg gebe es zwar Seniorenwohnungen der Caritas, der Bedarf sei jedoch höher, so Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable. „Wir würden uns über potentielle Investoren freuen.“ Grundstücke seien vorhanden. Ähnlich sieht es in Breuna aus. „Wir suchen dringend Investoren, die bei uns etwas auf die Beine stellen“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann aus Breuna. Auch hier steht Bauland zur Verfügung.

In Habichtswald ist ein Informationsflyer für Senioren geplant, die ihr Eigentum altersgerecht umbauen wollen. „Wir möchten alte Menschen unterstützen, in ihrem Haus bleiben zu können“, sagt Thomas Raue, Bürgermeister in Habichtswald. Sein Kollege, Zierenbergs Rathauschef Stefan Denn, setzt auf die Realisierung von seniorengeeigneten Mehrfamilienhäusern eines Investors am Erlenweg. 3. SEITE

HINTERGRUND/ZM TAGE

Quelle: HNA

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