Mangel an Führungskräften setzt den Feuerwehren stark zu

Schwalm. Der Mangel an Führungskräften setzt derzeit drei Feuerwehren im Altkreis Ziegenhain massiv zu.

So hatte es in Röllshausen keinen Kandidaten für die Wahl des Wehrführers gegeben. In Neukirchen ist der Wehrführer-Posten seit über einem Jahr unbesetzt. Die Feuerwehr in Schönau existiert nur noch auf dem Papier, sie gilt seit November als nicht einsatzfähig.

„Personalmangel ist leider ein Trend, der sich immer mehr zeigt“, sagt Robert Pfalzgraf, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain. Waren bisher eher die kleineren Dörfer mit weniger als 300 Einwohnern betroffen, zieht das Problem nun weitere Kreise. Deutlich wird das am Beispiel der Neukirchener Feuerwehr. In der Kernstadt übernehmen der Stadtbrandinspektor Torsten Hertel und seine Stellvertreter die Funktion des Wehrführers.

Hertel zeigt sich optimistisch: „Derzeit werden Gespräche geführt“, sagt er. Der Stadtbrandinspektor ist zuversichtlich, dass die Neukirchener Einsatzabteilung bald einen neuen Wehrführer wählt.

Auch die Wehr aus Rölls-hausen, die zweitgrößte Einsatzgruppe der Gemeinde Schrecksbach, trifft sich Mitte Februar zur einer außerordentlichen Versammlung der Einsatzabteilung. „Wir wollen die Kuh vom Eis holen“, sagt Gemeindebrandinspektor Heinz Schultheis, dann soll ein neuer Wehrführer gewählt werden. Der Wehrführer war im Sommer aus persönlichen Gründen zurückgetreten, bisher leitet sein Stellvertreter kommissarisch die Wehr. Die stehe mit 36 Aktiven zwar sehr gut da, doch es sei immer schwieriger die Mitglieder mit Führungsaufgaben zu betrauen.

Wie und ob es für die Feuerwehr in Schönau weitergeht, wird sich zeigen. Auch dort gilt die Suche nach einem Wehrführer als Herausforderung, hieß es jüngst in einer Bürgerversammlung. „Die Gemeinde ist gefordert“, sagt Kreisbrandinspektor Werner Bähr.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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