Ausbildungsbörse des Schwalm-Eder-Kreises in Borken stieß auf große Resonanz

Dem Mangel vorbeugen

Anders Metallbau: Das Interesse von Jugendlichen an dem Unternehmen sei hoch gewesen. Geschäftsführer Stephan Eichberger und die beiden Auszubildenden Andre Trömner und Hendrik Michel (rechts) standen für Fragen der Besucher zur Verfügung.

Borken. Zur 10. Ausbildungsbörse Schwalm-Eder in Borken waren am Samstag 1000 Jugendliche gekommen, um sich über Ausbildungsberufe und Studiengänge im dualen System zu informieren. 70 regionale, überregionale und internationale Dienstleister, Firmen und Unternehmen boten Informationen, Praktikums- und Ausbildungsplätze an.

Etwa die Hälfte der Interessenten, die das Gespräch mit den Ausbildern suchten, habe bereits Bewerbungsabsichten geäußert, berichteten mehrere Aussteller.

Bewerbungen abgegeben

Bei Ausbildungsleiter Andreas Kämpfe vom Stand der Hephata-Diakonie-Akademie für soziale Berufe etwa hinterließen zwei Bewerber schon ihre Bewerbungsmappen für das nächste Ausbildungsjahr. 50 Interessenten besuchten den Stand von Hephata bei der Börse. Das seien deutlich mehr gewesen als im vergangenen Jahr.

Auch bei anderen Anbietern von Ausbildungsplätzen im sozialen Bereich war die Nachfrage groß. Sandra Schwalm aus Frielendorf ist eine der Interessenten, die sich auf diesem Gebiet informiert hat. Die Oberstufenschülerin war zum ersten Mal auf einer Ausbildungsmesse und beurteilte diese als sehr hilfreich. „Ich habe mir die Stände der Anbieter angesehen, gute Gespräche geführt und viel Material gesammelt“, sagt sie. Sie war überrascht, wie viele Perspektiven sie in diesem Berufsfeld hat.

Die Vielzahl der Ausbildungsberufe vorzustellen ist eine der Hauptaufgaben von Ausbildungsmessen: Denn es komme immer wieder vor, dass sich junge Menschen für einen Ausbildungsplatz bewerben würden und im Grunde gar keine Vorstellung von der Arbeit und dem Unternehmen hätten. Das berichtet Stephan Eichberger, Geschäftsführer von Anders Metallbau in Fritzlar. Das Unternehmen war zum ersten Mal in Borken dabei und Eichberger zog eine positive Bilanz, denn auch an seinem Stand war die Nachfrage groß.

Weniger Bewerber

„In den vergangenen Jahren sind die Bewerbungszahlen zurückgegangen. Noch herrscht bei uns im Metallbau kein Fachkräftemangel, aber ein wenig Sorge haben wir“, sagt Eichberger. Wichtig sei, dass man den Jugendlichen vermittle, was sie bei einer Ausbildung erwarte, um dann das Interesse und die Motivation für den Beruf zu wecken. Oft scheiterten Bewerbungsgespräche an mangelnder Motivation, Ausbildungsfähigkeit und persönlicher Reife.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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