Marktplatz in Spangenberg bleibt Parkplatz

Blick auf den Parkplatz auf dem Spangenberger Marktplatz aus einem Rathaus-Fenster: Die Auto-Stellflächen vor dem Rathaus sollen bleiben. Allerdings soll künftig eine Fläche zum Kuno- und Else-Denkmal frei bleiben – von der Stelle an, an der jetzt das blaue Auto steht. Foto: Schaake

Spangenberg. Einstimmig hat das Stadtparlament Spangenberg das neue Verkehrskonzept für den Marktplatz beschlossen. Die Parkplätze bis zum Ende des Rathauses und dem Beginn der Rathausterrasse bleiben erhalten.

Die Parkplätze sollen durch eine optische Trennung - zum Beispiel Fahrradständer oder Sitzbank - von der verbleibenden Freifläche vor dem Kuno- und Else-Denkmal getrennt werden.

Beschlossen wurde auch, die Anschaffung einer Ladestation für E-Bikes und eine entsprechende Begrünung des Marktplatzes zu berücksichtigen. Nun soll der Magistrat ein Konzept erstellen. Darüber soll dann der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss abschließend entscheiden.

Im Februar hatten die Stadtverordneten beschlossen, die Parksituation vor dem Rathaus bis Ende Juli zu beobachten, um dann eine abschließende Entscheidung zu treffen, ob und wie viele Parkplätze vor dem Rathaus erhalten bleiben sollen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Parkplätze bis zum Ende des Rathauses zu erhalten.

Die Parkplätze auf dem Marktplatz werden gern angenommen, sagte Rolf Strieder (SPD). „Die Parkplätze werden gebraucht”, erklärte Annette Koch (FDP) unter Hinweis auf die Gastronomie und die Apotheke. Fast alle Bürger wünschten sich den Erhalt der Parkplätze. Zu dem sehr schönen Kuno- und Else-Denkmal müsse ein Sechs-Meter-Abstand geschaffen werden. „Gute Vorschläge von drei Fraktionen ergeben ein gutes Gesamtkonzept”, sagte die FDP-Sprecherin.

Jörg Lange (CDU) kritisierte, dass der Betreiber eines Restaurants ständig zwei Parkplätze blockiere: „Das kann nicht sein.”

Wenn das Marktplatz-Konzept endgültig entschieden sei, falle auch die Entscheidung über den Wegfall der Parkplätze an der Burgstraße. Das antwortete Bürgermeister Peter Tigges auf eine Anfrage der SPD.

Der gemeinsame Ordnungsbehördenbezirk Melsungen, so die SPD, habe die Stadtverwaltung bereits vor einem Jahr aufgefordert, die Parkplätze Burgstraße aufzuheben und ein generelles Parkverbot an der Straße durch den Magistrat zu erlassen. Begründet worden sei dies damit, dass Autos wegen geparkter Fahrzeuge über den Bürgersteig fahren und Passanten gefährdet werden.

Die Anweisung werde umgesetzt, erklärte der Bürgermeister. Es gebe aber keine Fristen. Zur SPD-Frage nach Alternativen sagte Tigges: „Wir haben alles ausgeschöpft, was wir an Parkplätzen haben.” Für Vorschläge sei er sehr dankbar.

Quelle: HNA

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