Melsungens Seniorenbeauftragte wechselt in ihre alte Heimat

Marén Feldhaus nimmt Abschied

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Umzug: Marén Feldhaus verlässt nach fünf Jahren Melsungen. Die Seniorenbeauftragte nimmt zwar ihre Büropflanze mit, hat aber Besuche in der Bartenwetzerstadt angekündigt.

Melsungen. Fünf Jahre lang war Marén Feldhaus das Gesicht der Melsunger Seniorenarbeit. „Ich bin traurig“, sagt die 36-Jährige. Die Diplom-Gerontologin folgt dem Ruf in ihre alte Heimat.

Feldhaus wird Referentin für den Aufgabenbereich 60+ in der Kreisstadt Vechta (Niedersachsen). Ihr Arbeitgeber ist das Bischöflich Münstersche Offizialat. Dies ist eine regionale Kirchenbehörde des römisch-katholischen Bistums Münster.

Nur noch wenige Tage, dann wird sie der Bartenwetzerstadt den Rücken kehren: „Ich komme zurück“, sagt sie, „ich muss ja mal schauen, was hier so los ist.“ Schließlich habe sie Freunde gewonnen. Von den herzlichen Nordhessen werde sie auch in ihrer Heimat im Oldenburger Münsterland berichten, sagt sie und lacht.

Angebot für Angehörige

Für viele Menschen war Feldhaus Ansprechpartnerin und verlässlicher Partner. Sie hat das Programmheft für Senioren modernisiert und dafür gekämpft, dass die Hilfe für Demenzkranke und vor allem deren Angehörigen etwas in die Mitte der Gesellschaft rückt.

Feldhaus hat einiges bewegt: Die vor ihrer Zeit angestoßenen Seniorentage finden inzwischen erfolgreich alle zwei Jahre statt und das Angebot ist qualitativ sehr hochwertig: „Mein Anliegen ist es, die Seniorenarbeit zukunftsfähig zu machen. Dabei geht es um die Wissenvermittlung, die Engagementförderung und darum, auf die Vielfalt der Möglichkeiten hinzuweisen“, sagt sie.

Sicht verändern

Seniorenarbeit und Seniorentreffen seien weit mehr als Kaffee und Kuchen. „Wir müssen in einer älterwerdenden Gesellschaft die Sicht auf die Seniorenarbeit differenzieren“, sagt sie. Nicht jeder wolle mit der Seniorenbeauftragten zu tun haben. Die Angebote richteten sich aber häufig auch an Angehörige.

In Melsungen habe sie beeindruckt, wie viel man bewegen könne. Die Menschen hätten Lust und würden mitziehen. „Die Zusammenarbeit mit Dieter Runzheimer war klasse und hinter den Kulissen lief auch alles reibungslos.“ Sie hoffe auf ein ähnliches Vertrauensverhältnis in ihrer neuen Stelle. Gerade auch mit dem Büroleiter Thomas Garde sei die Arbeit ausgezeichnet. Dies treffe wohl auf alle Stellen zu, die nicht direkt in der Verwaltung angesiedelt seien.

Ihr Nachfolger werde eine gut strukturierte kommunale Seniorenarbeit vorfinden. An Themen möchte sie ihm die Ehrenamtsagentur an Herz legen. Eine Art Börse für Nachbarschaftshilfe sei derzeit im Entstehen und vielversprechend. Ebenso kämpfe sie immer dafür, Demenzerkrankungen und den Umgang mit alten Menschen unverkrampfter zu sehen. Dafür müssten mal alle Verantwortlichen an einen Tisch.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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