Über 1600 Besucher kamen zum 11. Feldtag von Raiffeisen

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Experte: Reinhard Schneider, Fachberater von Raiffeisen, zeigte den Besuchern die Schädigung durch den Rapsglanzkäfer.

Gudensberg. Der Chattengau ist ein fruchtbarer Boden für die Landwirtschaft. Bereits zum 11. Mal fand am Stadtrand von Gudensberg der Feldtag statt.

Wie Dr. Christian Karst vom Raiffeisen-Marketing sagte, habe die Veranstaltung von Raiffeisen und BASF einen hohen Stellenwert bei den Landwirten.

Zum Teil mit eigenem Pkw, aber auch mit Bussen reisten die Besucher an. Das Einzugsgebiet ist der kurhessisch-waldeckische Raum, dazu Ostwestfalen, Südniedersachsen und Thüringen.

Anbauversuche

Gut behütet: In mehreren Gruppen schauten sich die Gäste die Versuchsfelder an. Die Strohhüte gab’s geschenkt. Fo

Das Interesse galt besonders Raps, Weizen und Gerste in den jeweiligen Parzellen. Die meisten Landwirte waren interessiert an Informationen über den Anbau der Getreidesorten. Dazu wurden die Anbauversuche mit Düngemitteln und Pflanzenschutz vorgestellt und erläutert.

Die Felder waren in Versuchparzellen eingeteilt und mit entsprechenden Produkten behandelt worden. Dabei werde darauf geachtet, wie Dr. Karst sagte, wie sich die Pflanze präsentiert und wie die Pflanzendichte ist. Auch komme es auf die Kornausbildung beim Getreide sowie Qualität und Ertrag an.

Fachberater von Raiffeisen und BASF führten die Gruppen durch die Parzellen, stellten die jeweiligen Anwendungen vor und standen vor allem für Fragen zur Verfügung.

Wichtig für die Landwirte sei, so Dr. Karst, dass sie auch Empfehlungen für den Anbau bekommen konnten, angefangen von der Sortenempfehlung bis hin zu Dünge- und Pflanzenschutztipps.

Sie durften nicht fehlen: Auf dem großen Rost brutzelten die Grillwürste und warteten auf hungrige Besucher.

Nach der Ernte im Sommer werden die gesamten Daten ausgewertet und die Ergebnisse von Raiffeisen auf deren Homepage unter www.raiffeisen-kassel.de in der Fachpresse sowie bei den Fachvorträgen im Rahmen der Winterveranstaltungen veröffentlicht.

Rückstand aufgeholt

Karst betonte, dass die Natur den Rückstand nach dem langen Winter gut aufgeholt habe. Die Witterung in der Region könne als gut bezeichnet werden. Bei der Ernte sei lediglich eine Verzögerung von etwa zwei Wochen zu erwarten, ergänzte Karl-Heinz Ziegler, Leiter des Agrarstandorts Fritzlar.

Schäden, so die Experten, seien durch die Witterung kaum aufgetreten. Lediglich Pilzerkrankungen seien festgestellt worden. Die seien aber behoben worden. Lediglich der Raps habe im Frühjahr durch den Rapsglanzkäfer Schaden genommen. Die Käfer hatten die Schoten angefressen und damit die Entwicklung gestört.

Auf den Versuchsfeldern konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, wie die Frucht mit und ohne Behandlung aussieht. Am Rande der Parzellen waren Informationsstände aufgebaut, dazu gab es ein großes Techniksortiment der Firma Fendt zu sehen.

Vor allem die älteren Besucher staunten über die hochmoderne Hightech-Geräte. Dazu gab es ein reichliches Angebot an Speisen und Getränken. (zzp)

Quelle: HNA

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