400 Gäste lauschten dem Neujahrskonzert des Blasorchersters in der Festhalle Treysa

Servus, Grüezi und Hallo: Der Leiter des Blasorchesters Schwalmstadt Dr. Karsten Heyner bewies nicht nur gutes Gespür am Taktstock, auch im Dirndl machte er eine gute Figur. Dem überraschten Publikum gefiel die komödiantische Einlage. Fotos:  Rose

Treysa. Der Schneefall hielt sie nicht ab – die Fans des Blasorchesters Schwalmstadt. 400 Menschen strömten am Sonntagmittag zum Neujahrskonzert in die Treysaer Festhalle.

Dort hatten 35 Musiker des Orchesters sowie zehn Nachwuchsvirtuosen des Vororchesters ein zweistündiges Programm zusammen gestellt. Unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner entrollte das Orchester ein recht kurzweiliges Repertoire – von Mosch bis Michael Jackson. Moderiert wurde das Ganze charmant und informativ von Stefan Todt, der selbst auch mitspielte.

Im ersten Teil konzentrierten sich die Musiker auf symphonische Blasmusik, im zweiten Drittel ging es unterhaltsamer zu: Mit einem wahren Paukenschlag – dem York´scher Marsch von Beethoven, besser bekannt als Einzugsmarsch der Bundeswehr – stellte sich das Orchester standesgemäß beim Publikum vor. Darauf folgte ein Werk von Robert Sheldon, dass unter deutlichen Einflüssen von Ballett- und Jazzstücken stand. „North and south“ erkannten die Zuhörer als unvergleichliche Titelmusik von „Fackeln im Sturm“ wieder.

Sekt und Häppchen

Beeindruckend klang auch Mendelssohns Bartholdys Ouvertüre für Harmoniemusik: „Einer Originalkomposition“, erklärte Todt. Als wahrer Jazz-Standard gelte „Ol man river“ aus dem Musical Showboat von 1927: „Wir spielen es heute hymnisch“, sagte der Moderator. Julius Fuciks Komposition über den Hunnenkönig Attila kam hervorragend an: Wild und expressiv. Auf lebhafte Musik folgten lebhafte Gespräche. Bei Sekt, Selters und Lachshäppchen stimmte man sich auf den zweiten Teil ein. Der startete kurios. Mit „Servus, Grüezi und Hallo“ begrüßte Heyner die Gäste wieder auf den Plätzen: Nicht mit Taktstock, dafür im Dirndl. Moschs „Böhmischer Wind“ gefiel ebenso wie ein Mix aus 1970er-Jahre-Hits, dem pfiffigen Klarinettenmuckl und dem Michael Jackson Medley. Das restlos begeisterte Publikum erklatschte sich zwei Zugaben.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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