Schleppende Ausschreibung für Gerätehaus

Massive Kritik an Arbeit im Bauamt

Albshausen. Massive Kritik äußerten drei Fraktionen des Guxhagener Parlaments an der Ausschreibungspraxis für das Albshäuser Gerätehaus. Dafür sind die Aufträge noch immer nicht vergeben, vielmehr erarbeitet das Bauamt zurzeit neue Ausschreibungsunterlagen.

Viel zu spät, wie Sprecher der Gemeinschaftsliste (GL), der CDU und SPD am Dienstag bemängelten.

Im September vergangenen Jahres hatte der Ältestenrat den Weg frei gemacht dafür, dass ein örtlicher Unternehmer den Neubau erstellt. Wenn die Gemeinde dann in ein paar Jahren Fördergeld vom Land Hessen bekommt, will sie das Haus kaufen. So die Entscheidung vom Herbst.

Dem Investor, einem Albshäuser Unternehmer, müsse die Gemeinde für sein Engagement dankbar sein, sagte Martin Graefe für die CDU-Fraktion. Wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Reiner Kramm kritisierte aber auch er, dass seit September nichts passiert sei. Graefe sprach von einem „unprofessionellen Procedere“. Es sei sehr lasch und schlecht gehandelt worden. „Da hätten wir schon wesentlich weiter sein können.“

Nun soll es schnell gehen. Bis zum Wochenende solle das Bauamt eine neue Ausschreibung machen, sagte Parlamentschef Gerhard Kakalick. Auf der Grundlage eines detaillierten Leistungsverzeichnis sollen die drei Anbieter, die sich bereits um den Bau des Gerätehauses beworben haben, neue Angebote einreichen. Bürgermeister Edgar Slawik: „Wir müssen die Dinge vergleichbar machen.“

Dass der Investor das alles mit sehr viel Geduld ertrage, lobte Ulrich Manthei als Fraktionsvorsitzender der Gemeinschaftsliste. „Wir wollten das Thema aus dem Wahlkampf raushalten, das ist uns nicht gelungen“, bilanzierte Parlamentschef Gerhard Kakalick. An der Straße Zum Forst soll Platz für das Feuerwehrauto, einen Gemeinschaftsraum und die Schützen geschaffen werden.

Hintergrund : Parlament will noch im März entscheiden

Noch im März will das Guxhagener Parlament voraussichtlich über den Bau des Feuerwehrhauses Albshausen beschließen. Unter Umständen wird das sogar erst nach der Kommunalwahl am 27. März sein. Denn bis zum 31. März haben die derzeitigen Gemeindevertreter noch ihr Mandat inne, auch wenn ihre Nachfolger dann bereits gewählt sind. Doch vor der Wahl werden Ältestenrat, Gemeindevorstand, Ausschuss und Fraktionen vermutlich das Thema noch nicht abgeschlossen haben, mutmaßte am Mittwoch Büroleiter Frank Jacob. (and)

Quelle: HNA

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