Alter Friedhof in Gudensberg bekommt Edelstahl-Skulptur und Priesterhäuschen

Die Mauer wird erstürmt

Altes Schätzchen: von links Dieter Giese (Verein der Heimatfreunde) Bürgermeister Frank Börner und Heinrich Schmeißing vor dem historischen Predigthäuschen an der Stadtkirche. Foto: Dewert

Gudensberg. An der historischen Stadtmauer wird es noch in diesem Sommer zu Kämpfen kommen. Edelstahlsoldaten werden versuchen, die Mauerkrone zu erklimmen: Eine Skulptur soll genau dies darstellen und bis spätestens zum 24. September, dem langen Tag der Museen, den Alten Friedhof schmücken.

„Bis dahin soll auch das alte Predigthäuschen auf das Friedhofsgelände umgezogen sein“, sagt Heinrich Schmeißing, Vorsitzender des Vereins der Gudensberger Heimatfreunde.

Touristisch vermarkten

Dieter Giese hat die Skulptur entworfen. Das Vorstandsmitglied des Vereins hatte einen Holzschnitt angefertigt, der den Stadtoberen so gut gefiel, dass die Edelstahl-Eroberungsszene in Auftrag gegeben wurde. Die Kosten werden sich auf etwa 10 000 Euro belaufen. „Das wird ein echter Hingucker sagt Giese. Der Titel der Skulptur ist „Erstürmung der Stadtmauer“.

„Wir wollen den Alten Friedhof in unser Konzept zur touristischen Vermarktung der Stadt einbeziehen“, sagt Frank Börner, Gudensbergs Bürgermeister. Zusammen mit dem Verein werde die Stadt noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Stadtmauer an der ehemaligen alten Linde beginnen. Kostenpunkt: 20 000 Euro. Für die Umsetzung des Predigthäuschens werden nochmal 2000 Euro fällig. Die Heimatfreunde beteiligen sich mit Eigenleistung und Spendengeld an der Finanzierung. 6000 Euro seien bereits zusammengekommen, sagt Börner.

Neuer Gastronomiebetrieb

Im Mai werde es dann auch endlich einen gastronomischen Betrieb in der Altstadt unter professioneller Leitung geben, sagt der Bürgermeister. Das Café und Bistro „Unter den Linden“ im Familienzentrum Quartier ist unter neuer Führung. Von der Terrasse habe man einen wunderbaren Blick auf den Alten Friedhof und die Skulptur, sagt Frank Börner. Künftig wird es im Café Essen und Trinken bis in die Abend- und Nachtstunden geben und nach Aussage des Betreibers einmal im Monat Konzerte und andere Veranstaltungen.

Bis dahin gibt es für die Heimatfreunde und die Stadt aber noch viel Arbeit: Grabdenkmäler, das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs und vieles mehr müssen noch rausgeputzt werden. ARTIKEL RECHTS

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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