Zierenberger Igel-Arche öffnet ihre Türen

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Maus- und Igelfans unter sich : Lena (7) ( links) , Mai-Ann (7) und Svea (4) im Außengehge der Igel-Arche.

Zierenberg. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltete die „Sendung mit der Maus“ auch in diesem Jahr wieder einen bundesweiten Maus-Türöffner-Tag, bei dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Einrichtungen warfen.

Unter dem Motto „Türen auf für die Maus“ öffneten sich allerhand spannende Türen - darunter auch die der Igel-Arche in Zierenberg.

Das ließen sich zahlreiche Maus- und Igel-Fans natürlich nicht entgehen: Rund 350 Gäste hatten sich für einen spannenden Familiennachmittag aus weitem Umkreis angemeldet.

Auf dem naturbelassenen 110 Quadratmetern großen Außengehege beobachteten die Gäste bei einem kleinen Gartenfest mit Spiel, Speis und Trank nebenbei auch die kleinen „Stachelritter“ beim Nestbau. In der Krankenstation der Igel-Arche informierte Igelforscher Rüdiger Rister über den Umgang mit den stachligen Gesellen.

Spannende Vorträge

Bei spannenden Vorträgen erfuhren die Besucher, wie man dort mit verletzten Igeln umgeht, was sie fressen, wie viele Stacheln ein Igel hat, was das Gewicht des Igels über ihn aussagt und ob Igelbabys schon mit Stacheln zur Welt kommen. „Igel zählen zu den beliebtesten Tieren. Doch das Wissen über Igel ist leider sehr gering“, erklärt Rister. So gehöre der Igel erdgeschichtlich zwar zu den ältesten noch existierenden Säugetieren, doch durch die Veränderung der Lebensräume und Verknappung der Nahrung ist seine Art zunehmend gefährdet.

Diese Nachricht stimmte die kleinen und großen Igel-Fans zunächst traurig, doch nur kurze Zeit später herrschte die einhellige Meinung: Dagegen müssen wir etwas tun. So wurden binnen weniger Stunden schon erste Patenschaften für die momentan 150 stachligen Arche-Bewohner vergeben und Spenden gesammelt.

„Wir freuen uns sehr über den großen Besucherandrang“, erklärt Arche-Helferin Beate Rother. „Durch solche Tage können wir den Menschen veranschaulichen, wie viel Material, Zeit und Hilfe für die Pflege der Tiere benötigt wird. Für Patenschaften, ehrenamtliche Helfer oder alte Zeitungen als Unterlagen für die Krankenbetten sind wir stets sehr dankbar. Helfen kann jeder!“

Von Melanie Triesch

Quelle: HNA

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