Stadt will Abhilfe schaffen

Viele Besucher des Sommer-Samstagskonzertes mussten stehen

+
Zu wenig Sitzplätze: Während der Sommer-Samstagskonzerte stehen Bänke auf dem Marktplatz. Hin und wieder reichen die Sitzplätze nicht aus. Edith Tröster schlägt vor, im Bedarfsfall weitere aufzustellen. 

Melsungen. Edith Tröster kommt aus Adelshausen und regelmäßig zu den Sommer-Samstagskonzerten. Und sie ist enttäuscht: Melsungen zeige sich derzeit nicht von seiner besten Seite. Gerade einmal sechs Bänke habe es am Samstag gegeben.

Nur wenige der Zuschauer und Gäste hätten einen Sitzplatz bekommen.

„Es war sehr heiß und viele ältere Menschen waren in die Stadt und zum Konzert gekommen“, sagt die 60-jährige Musikliebhaberin. Sie wünscht sich, dass die Stadt künftig mehr Bänke zur Verfügung stellt. „Es sind doch auch immer viele Männer bei den Konzerten, die könnten die Bänke je nach Bedarf doch aufstellen“, schlägt sie vor.

In den Sommermonaten seien immer viele Touristen in der Stadt - viele kämen mit dem Rad. „Am Samstag suchten diese Leute vergebens einen Sitzplatz. Die Treppen vor den Geschäften waren belegt, andere saßen auf den Mülltonnen.“

Viele seien aber nach kurzer Zeit wieder gegangen. Stehend sei das Konzert trotz der tollen Musik der Leimsfelder Dorfmusikanten wegen der Hitze leider nicht auszuhalten gewesen, sagt sie.

Damit würdige man die Arbeit der Gastmusiker herab und mache es den Melsungern und Gästen schwer, diese Veranstaltung wertzuschätzen.

„Ich kann mich für die Situation nur entschuldigen“, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister, auf Anfrage. Man habe als Stadt zu spät reagiert. Wegen des guten Wetters, hätte man mit so einem Ansturm rechnen können. Bereits zum kommenden Samstag - es spielt die Rainbow Jazzband - soll es mehr Sitzgelegenheiten geben, verspricht Boucsein. Mit der Polizei sei zudem eine öffentlichkeitswirksame Aktion geplant, um auf das Durchfahrtsverbot ab 10 Uhr hinzuweisen. Zuletzt sei es zu Problemen gekommen, gerade auch während der Konzerte.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

Kommentare