Sven Wagner ist neuer Jugendarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Treysa

Mehr Farbe in der Arche

Er ist der Neue: Erzieher Sven Wagner (37) aus Wetter bei Marburg ist seit Anfang August in der Arche der Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit. Foto: Rose

Treysa. Seit seinem Zivildienst ist Sven Wagner klar: „In meinem Beruf möchte ich mit Menschen zu tun haben.“ Vorher hatte der gebürtige Marburger eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker gemacht – gearbeitet hat er in dem Beruf nie. Stattdessen wurde er Erzieher und ließ sich an der Berufsakademie zum CVJM-Sekretär ausbilden. Zuletzt arbeitete der 37-Jährige im CJD Altensteig im Nordschwarzwald. Anfang August ist Wagner nach Hessen zurück gekehrt – als Jugendarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Treysa.

Sein Büro hat der Erzieher, der nebenbei an einer Fachhochschule Soziale Arbeit studiert, im Jugendzentrum Arche in der Ascheröder Straße. Auch seine Vorgängerin Anke Nick habe das Büro schon von Altlasten befreit, zu tun gebe es aber immer noch eine Menge. Wagners Wechsel hat familiäre, aber auch berufliche Gründe: „Meine Eltern werden älter, ich möchte sie gern stärker unterstützen“, erzählt er. Neugierig geworden war er auf die Stelle in Treysa über der Internetseite der Landeskirche: „Quasi über einen Schreibfehler“, erklärt Wagner. Nach einigen Worten habe die Stellenbeschreibung einfach aufgehört – und seine Neugier geweckt.

Kurzerhand rief er bei Pfarrer Dieter Schindelmann an. „Das war gleich ein sehr gutes Gespräch“, erzählt der Marburger. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Pfarrer hat Sven Wagner schon kennen gelernt. „Die Konfi-Projekte laufen zum Beispiel völlig selbständig und sehr gut – sind aber ausbaufähig“, sagt er. Vor allem medientechnische Projekte aus den Bereichen Foto und Video kann sich der 37-Jährige künftig vorstellen. Schwierig findet er die Koordination der Gruppen am Nachmittag: „Oft kollidieren die Zeiten jetzt mit den Schulendzeiten – ich weiß noch nicht, wie das zu lösen ist“, erklärt der Pädagoge.

Studium neben Beruf

Intensiver möchte sich Wagner um die Mitarbeiter kümmern. „Einfach das Haus mit mehr Leben füllen“, sagt er. Dass er neben dem Beruf studiert, findet er wichtig: „Um die Jugendlichen mit dem Gepäck, das sie heute mitbringen, fachlich gut und sicher beraten zu können, reicht eine Erzieherausbildung nicht aus.“ Jetzt freut sich Wagner aber erstmal auf die Treysaer – auf den Kindertreff, die Jungschar und die Junge Gemeinde.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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