Schwälmer Tafel in Ziegenhain versorgt seit 2005 Menschen – Die Zahl wächst weiter

Mehr als nur Lebensmittel

Engagiert: Margit Meutner, Ingela Rheinwald, Marianne Beyer, Erika Unger, Helmut Brauroth und Elisabeth Orth (von links) gehören zum 45-köpfigen Team der Schwälmer Tafel. Foto: Rose

Ziegenhain. Aktuell versorgt die Schwälmer Tafel 275 Erwachsene und 120 Kinder, zusätzlich Asylsuchende aus den Unterkünften in Treysa und Michelsberg. „Weggeschmissen wird auch bei uns nie etwas. Sollte etwas übrig sein, erhält der Mittagstisch im Ziegenhainer Gemeindehaus die Lebensmittel. Größere Mengen geben wir etwa auch an die Rumänienhilfe weiter“, sagt Ingela Rheinwald. 45 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten bei der Tafel mit, pro Tafeltag immer zehn. „Wir kommen auf insgesamt 400 ehrenamtliche Stunden im Monat“, erläutert Unger.

Weiter gegeben werden zwischen vier und fünf Tonnen Lebensmittel pro Monat. Die holt der Fahrdienst in 22 Geschäften in der Region ab, ein bis zwei Mal die Woche. Neben Supermärkten spenden auch örtliche Bäckereien und Metzgereien. Allein im Jahr 2014 kamen 9400 Kilometer zusammen.

900 Kilometer im Monat

„Wir fahren zwischen 800 und 900 Kilometer im Monat“, erklärt Helmut Brauroth. Dazu kommen Fahrten in die Zentrallager nach Wetzlar oder Korbach: „Wenn es dort zum Beispiel gerade eine Joghurt-Schwemme gibt.“

Einige Supermärkte organisierten zudem besondere Aktionen zugunsten der Tafel: Etwa Rewe – hier konnte man gepackte Tüten kaufen und direkt weiter geben – oder auch Lidl, wo Kunden ihr Flaschenpfand spenden können. Zuletzt konnte aus der Pfand-Aktion eine Kühlzelle angeschafft werden.

Dank an alle Spender

Seit dem vergangenen Jahr steht in Ziegenhain zudem ein Lagerraum zur Verfügung. Immer wieder spendeten nicht nur Einrichtungen, sondern auch Privatleute: „Wir danken allen Spendern, die uns zum Teil seit vielen Jahren treu sind“, sagt Unger.

Auch Stadt unterstützt

Als Kommune unterstütze regelmäßig die Stadt Schwalmstadt, sie übernehme etwa die Abfallgebühren. Auch komme Geld aus der Rose-Stiftung.

Erika Unger und ihrem Team ist der persönliche Kontakt zu Tafelkunden wichtig: „Bei der Tafel geht es um mehr. Wir haben ein offenes Ohr für Alltagssorgen, geben hier und da praktische Tipps, und dafür werden wir von unseren Kunden mit einem Lächeln belohnt.“

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Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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