Sportabzeichenehrentag – Umbruch im Sportkreis und bei den Prüfungen

Mehr Leistung soll es sein

Aktiv im Zeichen des Sports: Mitglieder des Sportkreises Schwalm zusammen mit Bürgermeister Klemens Olbrich und Brigitte Ebers (vordere Reihe, zweiter und dritte von links). Foto: Knauff

Neukirchen. Fast jeder kennt das Sportabzeichen noch aus Schulzeiten oder aus dem Freizeitsport. Ab dem nächsten Jahr sind jedoch weitreichende Änderungen geplant.

Am Dienstagabend wurden langjährige Mitglieder für ihre ehrenamtlichen Leistungen im Sportkreis Schwalm von Vorsitzendem Werner Almási in Neukirchen geehrt. Anlass war der Sportabzeichen-Ehrentag. Dazu war auch Brigitte Ebers vom Landessportbund Hessen in die Schwalm gekommen.

Es habe sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet, dass Zielsetzung und Inhalt des Deutschen Sportabzeichens einer deutlichen Überarbeitung bedürften, sagte Ebers. Es soll sich weiterentwickeln hin zu einem Leistungsabzeichen. Die Hauptnachfrage liegt vor allem bei den Schulen und in der Altersgruppe der Zwölf- bis 13-Jährigen. Bundesweit stagniere dagegen die Nachfrage im Erwachsenenbereich. Dies zeichnet sich auch zunehmend auf Kreisebene immer stärker ab. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sehe diese Entwicklung mit großer Sorge und habe neue Regelungen beschlossen.

Es werde weiterhin drei Abstufungen in Gold, Silber und Bronze geben. Ehemals richteten sich diese danach, wie oft die Prüfung abgelegt wurde. Ab 2013 werde sich das ändern. Abgestuft werde dann nach der in der Prüfung erbrachten Leistung. „Um sich zu steigern, braucht man ein intensives Training. Man kann sich nur verbessern, wenn man die eigene Leistung steigert“, so Brigitte Ebers. Und: In Zukunft soll verstärkt mit Vereinen zusammengearbeitet werden.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass nicht alle der nur positiv gegenüberstehen. Es gab Nachfragen zur Ausgestaltung der Prüfungssituation.

Von sechs bis über 90

Die Altersgruppen des Sportabzeichens werden erweitert. Die Sechs- und Siebenjährigen sind neu dazugekommen und die höchste Alterskategorie wurde auf über 90 angehoben.

Eine Umfrage hatte zuvor ergeben, dass der Großteil der Befragten die Anforderungen des Sportabzeichens als zu leicht einstuft. Dadurch, dass der Leistungsaspekt in den Vordergrund gehoben wird, soll es auch für Erwachsene wieder interessant werden. Die Prüfung soll eine sportliche Herausforderung auch für bereits aktive Sportler werden. Diese Weiterentwicklungen sollen das Deutsche Sportabzeichen zukunftsfähig machen, so dass die lang gehegte Tradition auch in Zukunft weiterleben kann, betonte Brigitte Ebers. (zkk) EHRENSACHE LINKS

Von Kristian Knauff

Quelle: HNA

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