60 neue Stellplätze

Melsungen: Mehr Parkplätze am Sand

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Schnelle Arbeit: Bürgermeister Markus Boucsein auf dem neuen Parkplatz zwischen Skatebahn und Schlossbrücke.

Melsungen. Ab Montag entlasten 60 neue Stellplätze die angespannte Parksituation in der Melsunger Innenstadt.

Aus den Laternenmasten ragen noch ein paar Kabel heraus und an den Rändern des Platzes fixiert Schreiner Frank Turnwald gerade noch die runden Begrenzungsbalken im Erdreich. Nur noch ein paar Handgriffe, und der neue Parkplatz zwischen Schlossbrücke und Skatebahn ist fertig.

60 Autos können dort ab Montag einen innenstadtnahen Stellplatz finden -egal, ob Dauerparker, Anwohner oder Fahrer, die nur kurz ihren Wagen abstellen wollen. Geparkt wird in derselben Schrägstellung wie einige Meter weiter auf dem Parkplatz am Sand. Im Gegensatz zu den Stellplätzen dort knirscht auf der neuen Fläche jedoch dunkler Kies bei jedem Schritt unter den Füßen. Die Einfahrt werde noch asphaltiert, sagt Bauamtsleiter Martin Dohmann, der Platz selbst bleibe aber, wie er ist.

„Uns war vor allem wichtig, schnell und günstig eine Entlastung zu schaffen“, begründet Bürgermeister Markus Boucsein die Gestaltung.

Schwungvoll: Frank Turnwald fixiert die Begrenzungsbalken mit einem Vorschlaghammer im Boden.

30 000 Euro investierte die Stadt. Innerhalb weniger Wochen baute sie neben der Skatebahn den Platz. Grund für die provisorische Lösung ist die schwierige Parksituation in der Innenstadt: Aktuell fehlen dort nach Angaben der Stadt mindestens 200 Stellplätze, in vielen engen Gassen herrschen zudem Halteverbote. Anwohner klagen über weite Wege zum Auto, Gewerbetreibende aus der Fußgängerzone sprechen von einem Kundenschwund, seitdem die Lage sich zugespitzt habe. Zwar werde sich die Parksituation mit dem Bau des Sandcenters und dem daran angeschlossenen Parkhaus entspannen - aber bis dahin wollten Stadt und Parlament nicht warten. Der neue Platz ist daher vor allem eine Übergangslösung und soll mit der Fuldaufer-Umgestaltung zur Freizeitfläche werden.

Bis es soweit ist, haben indes Radfahrer sowie die Zirkusse, die auf der Wiese bislang ihre Zelte aufgebaut haben, das Nachsehen. „Für die Veranstaltungen können wir leider keinen Alternativplatz anbieten“, sagt Dohmann, da die Skatebahn dafür nicht genutzt werde. Zudem verlege die Stadt den Radweg R1 zurück an die Fulda und das Café Krone - damit sich Rad- und Autofahrer nicht in die Quere kommen.

Quelle: HNA

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