Guxhagener Kindergarten Sonnenwiese erhält neuen Anbau – kostenloser Kindergartenbesuch fraglich

Mehr Platz für die Jüngsten

Nicht nur die Großen legen sich ins Zeug: Kinder des Kindergartens Sonnenwiese mit ihrer Leiterin Marion Kunz, Vize-Landrat Winfried Becker und Bürgermeister Edgar Slawik (rechts). Foto: Schorn

Guxhagen. Der Kindergarten Sonnenwiese in Guxhagen wird um eine Gruppe für Krippenkinder erweitert. Beim symbolischen Baustart für den Anbau erläuterten Bürgermeister Edgar Slawik, Kindergartenleiterin Marion Kunz und Vize-Landrat Winfried Becker das Projekt.

„Bis zum neuen Kindergartenjahr 2011 soll der Anbau fertig sein“, erklärte der Guxhagener Gemeindechef. Dann wird es auf gut 150 Quadratmetern ein neues, eineinhalbgeschossiges Gebäude geben, in dem zehn Kinder unter drei Jahren (U3) Platz finden werden.

„Bis jetzt haben wir in unserem Kindergarten schon fünf Plätze in einer gemischten Gruppe für Kinder ab zwei Jahren“, erzählte Kindergartenleiterin Kunz. „In die neue Gruppe im Anbau, in die ausschließlich Kinder bis drei Jahre kommen, können auch schon Einjährige.“

Dafür ist eine besondere Schulung der Erzieherinnen notwendig. Gleich zwei sollen sich ab August 2011 um die zehn neuen Schützlinge kümmern. Denn die U3-Kinder sind sehr pflegeintensiv. Sie brauchen mehr Zuwendung, müssen gewickelt werden.

„Auch Schlafgelegenheiten und Ruhezonen werden entstehen“, erklärte Marion Kunz. Zudem gibt es für die Kleinen in dem in ökologischer Bauweise geplanten Anbau extra angepasste Sanitäranlagen, Wickelgelegenheiten und einen geeigneten Boden. „Die Kinder sind ja zum Teil noch im Krabbelalter“, erläuterte Kunz die speziellen Anforderungen an den Neubau. „Auch können die Kinder hier essen.“

Geplant ist, dass die U3-Kinder zunächst nach dem sogenannten Berliner Modell an den Kindergarten gewöhnt werden. Das heißt, dass die Eltern zu Beginn der Kindergartenlaufbahn ihren Nachwuchs etwa eine Stunde am Tag im Kindergarten begleiten werden.

Finanziert wird das rund 240 000 Euro teure Projekt von der Gemeinde Guxhagen und Zuschüssen aus Bundesmitteln. „Die Kosten für den Anbau werden wahrscheinlich etwas höher ausfallen, als die veranschlagten 240 000 Euro“, sagte Slawik. Grund dafür ist die gute Auftragslage bei den Baufirmen.

Die Zusage, dass der Bund den Neubau mit 150 000 Euro fördert, überbrachte Vize-Landrat Winfried Becker. „So muss Guxhagen noch rund 100 000 Euro selber bezahlen“, erzählte der Guxhagener Bürgermeister. Eventuell sogar weniger. Denn wenn der Anbau bis zum 1. August 2011 fristgerecht fertiggestellt ist, winkt ein Landeszuschuss von etwa 23 000 Euro.

Von einem Wermutstropfen berichtete Slawik dennoch: „Angesichts der kritischen Haushaltslage Guxhagens denke ich nicht, dass der Kindergartenbesuch weiterhin kostenlos bleiben wird.“

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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