Mehr Platz für die Kinder

Baubeginn für katholische Tagesstätte in Fritzlar

Jetzt geht es los: Beim Baustart für die neue Kindertagesstätte trafen sich unter anderem (Mitte von links) Bürgermeister Hartmut Spogat, Kaplan Jürgen Kämpf, Doris Diederich (Pfarrgemeinderat), Kurator Anton Pristl, Karl Kohlstedt (Pfarrgemeinderat) und Christopher Keilhammer. Foto: Mangold

Fritzlar. Die Bauarbeiten für die neuen Kindertagesstätte am Roten Rain in Fritzlar haben begonnen. Lange war geplant und diskutiert worden, jetzt fiel der Startschuss.

Träger der Einrichtung wird die Katholische Kirchengemeinde St. Peter, deren Kita am Domplatz zu klein geworden war. Eine Renovierung des Altbaus mit Brandschutzauflagen wäre teurer als ein Neubau geworden, erläuterte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat die Entscheidung der Stadtverordneten, die bestehende Einrichtung zu schließen. Außerdem sei am Domplatz keine Erweiterung möglich gewesen.

Im Gebiet Roter Rain III entstehen nun auf 6000 Quadratmetern Fläche 110 Kita-Plätze. Die Katholische Kindertagesstätte St. Josef wird damit um 35 Plätze erweitert, wenn sie nächstes Jahr aus der Innenstadt in die neuen Räume umzieht. Geplant ist die Fertigstellung der Bauarbeiten und Inbetriebnahme zum 1. August 2013. Damit erfülle Fritzlar die gesetzlichen Vorgaben und stelle für 36 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze zur Verfügung, sagte Spogat.

In der Neubausiedlung Roter Rain I bis III wohnten derzeit 900 Einwohner, über 50 davon seien unter sechs Jahren alt. Viele junge Familien hätten dort gebaut, verzeichnet werde außerdem ein Zuzug von Familien.

Die neue Kindertagesstätte wird vier Gruppen zu je 20 bis 25 Kindern sowie eine Gruppe für unter Dreijährige mit zehn Kindern beherbergen. Die ursprüngliche Planung des Gebäudes wurde um eine Photovoltaikanlage und eine Regenwasserzisterne für die Toilettenspülung erweitert.

Man wolle auch in Nachhaltigkeit investieren und ein Vorbild für die Kinder schaffen, erklärte Architekt Christian Gerlach. Der neue Kindergarten wird neben dem öffentlichen Spielplatz am Ahornweg gebaut und erhält einen eigenen Spielplatz im Außenbereich. Im Inneren des Gebäudes sind unter anderem ein Bällchenbad, ein Spielturm, ein Spielflur, ein Kreativraum und ein Musikraum geplant. Zwei Ruheräume für Kinder gehören ebenso zur Planung wie Emporen als Rückzugsorte, ergänzte Architektin Karen Helbig (Architekturbüro Gerlach).

Der Standort sei gut, sagte der Bürgermeister. Im Naherholungsgebiet Kasseler Warte könnten die Kinder auch mal raus ins Grüne und in der Natur forschen. Außerdem gebe es bei Bedarf genügend Platz für eine Erweiterung. 1,65 Millionen Euro kostet der Neubau die Stadt, das Land gibt einen Zuschuss von 200 000 Euro, von den Betriebskosten trägt die Kirche 20 Prozent.

Quelle: HNA

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