Autohof im Gewerbegebiet bei Knüllwald soll Ende des Jahres fertig sein

Mehr Platz für die Laster

Viel Platz für Laster: Lothar Richter, Geschäftsführer des Zweckverbandes Schwalm-Eder-Mitte vor dem Baugelände des Autohofs mit der vergrößerten Stellfläche für LKW. Foto: Thiery

Remsfeld Der Bau geht voran: Ende dieses Jahres soll der Autohof im interkommunalen Gewerbegebiet bei Remsfeld fertig sein. Auf dem 23 000 Quadratmeter großem Gelände werden neben Tankstelle und Gastronomie nun 150 statt der geplanten 100 Laster-Stellplätze entstehen. Der Bereich wurde um 4000 Quadratmeter vergrößert.

Die Unternehmensleitung habe sich erst kurz vor der Bauphase dazu entschieden, das Gelände hinzu zu nehmen. Hintergrund sei die bessere Vermarktung der Raststätte, sagte deren Geschäftsführer Alexander Ruscheinsky im Gespräch mit der HNA.

Erde mit Kalk gemischt

Da es in Hessen zu wenig Stellplätze für Laster gebe, unterstütze das Land den Ausbau der Stellplätze auch bei privaten Autohöfen, indem es zwei statt des sonst üblichen einen Hinweisschildes auf jeder Fahrbahn an den Autobahnen genehmige.

Bei 100 Plätzen hätte es nur ein Hinweisschild gegeben, erklärte der Unternehmer aus Regensburg. Er verspricht sich deshalb viel vom Standort in Remsfeld, da die A7 die Hauptachse in Europa und Deutschland Transitland Nummer 1 sei.

Der Platz an der A 7 sei für Logistiker hervorragend geeignet. Die Firma besitzt bereits neun solcher Autohöfe in Deutschland, der nächste Betrieb befindet sich an der A7 bei Lutterberg. Deshalb hat die Firma auch noch einmal 150 000 Euro mehr investiert, um das unebene Gelände in Remsfeld zu begradigen und dafür in den vergangenen Monaten riesige Erdumschichtungen getätigt.

Holger Iber, Leiter des Bauamtes in Knüllwald erklärte, es handele es sich dabei um ein spezielles Verfahren zur Vermörtelung der Erde.

Sie wurde dabei schichtweise mit Kalk vermischt, um in kurzer Zeit eine stabile und plane Fläche zu bekommen, die die Baulasten auch tragen kann. Ein ähnliches Verfahren wurde bei dem im Gewerbegebiet ansässigen Logistiker Elvis verwendet, der auch riesige Erdschichten für den Bau seiner Anlagen wälzte. „Das war nicht eingeplant“, sagte Ruscheinsky. Doch die Investition werde sich lohnen. Die Preise für die Bauplätze im Gewerbegebiet seien moderat, daher seien die Aussichten für das gesamte Projekt gut.

Leuchtturm zieht Logistik an

Die 50 Plätze mehr würden die Lärmbelästigung im Gewerbegebiet nicht beeinträchtigen, sagte Lothar Richter, Geschäftsführer des Zweckverbandes Schwalm-Eder-Mitte. Das vorhandene Lärmgutachten sei locker auf viel mehr Lasterverkehr ausgelegt. Für ihn ist der Rasthof weiter der Leuchtturm im Gewerbegebiet, der schon starke Interessenten angezogen habe. Obwohl der Baustart so lange gedauert habe und er noch nicht fertig sei, werde sich in Kürze entscheiden, ob weitere sechs Hektar des Geländes verkauft werden können.

Es gebe einen Projektentwickler aus Mühlheim an der Ruhr, der mit Logistikbetrieben zusammenarbeitet, die Verhandlungen würden immer konkreter. „Mit 80 prozentiger Sicherheit wird er drei Hektar kaufen. Der Baubeginn kann dann sogar schon in acht Wochen sein“, sagte er.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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