Holzburger Wehr bekommt nach jahrzehntelangem Warten ein neues Gerätehaus

Mehr Platz, mehr Wärme

Holzburg. Das Feuerwehrgerätehaus im Schrecksbacher Ortsteil Holzburg steht auf der Prioritätenliste des Schwalm-Eder-Kreises auf Platz eins, denn kein anderes Feuerwehrgerätehaus im gesamten Landkreis ist in einem schlechteren Zustand.

 Jahrzehntelanges  Bangen

Nach jahrelangem Bangen und Hoffen gibt es endlich die erlösende Nachricht für die Holzburger Brandbekämpfer: Das Gebäude wird komplett saniert. Möglich macht dies ein Zuschuss des Landes Hessen, das mit 190 000 Euro den Löwenanteil der Gesamtkosten von 265 000 übernimmt.

„Wir haben schon vor vielen Jahren einen Antrag auf auf Unterstützung bei der Kreisverwaltung gestellt“, sagte Schrecksbachs Bürgermeister Andreas Schultheis. Allerdings habe man dann erst einmal viele Jahre nichts mehr zum Thema gehört.

Auf der Prioritätenliste des Landkreises – ein Plan mit den wichtigsten und vorrangigsten Investitionen – war das Feuerwehrgerätehaus in Holzburg lange Zeit nur eines unter vielen sanierungswürdigen Objekten. „Dann wurde von der Unfallkasse bei einer Inspektion festgestellt, dass der Zustand des Gebäudes so marode ist, dass an einer Sanierung kein Weg mehr vorbei führt“, sagte Schultheis.

Große Fahrzeughalle

Nach dem Entwurf des Alsfelder Architekturbüros Weppler & Jungermann soll das neue Gerätehaus für die Holzburger Wehr eine große Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen beinhalten. Im hinteren Teil befinden sich die Umkleide- und Toilettenräume. „Wir sind froh, dass wir endlich mehr Platz haben werden“, sagte Wehrführer Thorsten Roßkopf. Bisher sei es im Gerätehaus immer sehr beengt gewesen.

Neues Heizsystem

Zudem machte den Feuerwehrleuten zu schaffen, dass es im gesamten Gerätehaus bisher nur einen Heizkörper gab. „Als uns im Winter vor zwei Jahren die Heizrohre einfroren waren, standen wir vor einem großen Kälteproblem“, sagte Roßkopf. Um das künftig zu verhindern, ist geplant, entweder einen Lufterhitzer oder eine Industriebodenheizung zu installieren.

Toiletten im Foyer

Eine Frage ist in dem Sanierungsvorhaben bisher allerdings ungeklärt, sagte Schultheis. Im Zuge des Umbaus müssten die Toiletten im direkt angrezenden Gemeindehaus in den Bereich des Foyers verlegt werden, was viel Platz einnehmen würde. Deshalb wurde das Architekturbüro beauftragt, eine Alternative zu erarbeiten, die, so Schultheis, die eingeplanten Kosten aber nicht übersteigen soll.

Der Baubeginn ist für Anfang/Mitte 2016 geplant.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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