Neujahrsempfang der CDU – Ministerin Eva Kühne-Hörmann sprach im Hotel Combecher

Mehr Schub durch Bildung

Willkommen: Staatssekretär Mark Weinmeister, Eva Kühne-Hörmann, Jürgen Lepper und Veronika Backes (CDU Neukirchen), Bernd Siebert (Mitglied des Bundestages) sowie Bürgermeister Klemens Olbrich (von links). Foto: Rose

Neukirchen. Zu Gast beim Neujahrsempfang der CDU Neukirchen im Hotel Combecher war die hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann.

Willkommen hießen die Politprominente Jürgen Lepper, Vorsitzender des Stadtverbandes, und die Fraktionsvorsitzende Veronika Backes sowie Bürgermeister Klemens Olbrich. Im Anschluss gab die Ministerin Einblicke in ihr Ressort, das zu einem der schönsten gehöre, „denn es zählen alle staatlichen Hochschulen, 50 Schlösser und drei Staatstheater dazu“.

„Wir wollen Schaufensterregion werden.“

Eva Kühne-hörmann

Einst hätten die Nordhessen, wenn es um Investitionen in Forschung und Bildung ging, neidisch gen Süden geschaut. „Heute ist die Lage besser denn je. Es ist leichter geworden, in der Region Arbeit zu finden“, sagte Hörmann. Man habe den Weg aus der Krise gefunden. Das liege zum einen an den Hochschulstandorten, die Entwicklungspotenzial für alle Gemeinden im Umkreis von 100 Kilometern böten. Heute sei klar, dass Investitionen in die Bildung mehr Innovation schafften als es mit dem Straßenbau je gelungen sei. Deshalb setze das Land auf die Forschung, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien, unter anderem der Elektromobilität. „Wir wollen Schaufensterregion werden und zeigen, dass vernetzte Systeme gerade in Ballungsgebieten in einem Radius von 25 Kilometern sinnvoll sind“, erläuterte die Politikerin. Durch das hohe Maß an Aufmerksamkeit werde auch die Akzeptanz steigen.

Uni-Kliniken

„Wir müssen den Menschen ein Gefühl dafür vermitteln, wo Forschungsmittel wirken“, sagte Kühne-Hörmann. Es sei wichtig, die drei Uni-Kliniken weiter voran zu bringen. „Die sind teurer, aber auch kompetenter – und das kommt allen zugute.“ Im Bereich des Gesundheitswesens müssten Forschungsergebnisse transparenter gemacht werden. „Damit sich auch wieder mehr junge Leute für Naturwissenschaften begeistern.“

Denkmalpflege

Auch der Bereich der Denkmalpflege sei für die Kommunen längst kein weicher Faktor mehr: „Diese Liegenschaften müssen erhalten werden – sie stehen für ein gewisses Profil im Ort. Das ist eine Grundsatzentscheidung.“ Allein 45 der 50 Schlösser in Hessen seien sanierungsbedürftig. Doch diese Denkmäler hätten eine große Funktion: „Zum Erhalt gründen sich Heimatvereine, die den demografischen Faktor positiv beeinflussen werden“, sagte sie.. Daraus ergebe sich eine Eigendynamik, der die Orte gesellschaftlich und strukturell stabilisiere.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare