Mehr Selbständigkeit: Mehrzahl der Schulen im Kreis macht mit beim Kleinen Budget

Schwalm-Eder. Wenn ein spezieller Kurs angeboten, ein besonderes Fest gefeiert oder ein lang gewünschtes Gerät angeschafft werden soll, dann können das 75 Schulen aus den Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg jetzt selbst entscheiden. Möglich macht es das Kleine Budget.

Die Schulen machen mit beim Landesprogramm und können damit einen Teil des Geldes für ihre Schule selbst verwalten.

Einige Schulleiter holten sich am Mittwoch ihre Verträge beim Schulamt in Fritzlar ab, 53 müssen sich bis Ende Februar noch entscheiden, ob sie mitmachen wollen. "Die Teilnahme am Programm ist keine Pflicht, sondern freiwillig", erläuterte Holger Stieghorst vom Staatlichen Schulamt.

Das heißt, dass die Mehrheit der Schulleiter und Schulkonferenzen erkennen werde, wo die Vorteile eines selbst verwalteten Budgets liegen. Ob Fortbildung, Geld für Bücher, Vertretungen oder Computereinsatz die jeweilige Schule kann eigenständig entscheiden, wo sie ihre Schwerpunkte setzt und für was sie ihr Geld ausgeben will.

Außerdem steht bereits am Jahresanfang fest, wie viel Geld der Schule zur Verfügung steht. Und sie kann Rücklagen bilden, also quasi für einen besonderen Wunsch etwas ansparen. All das sei bisher nicht möglich gewesen, sagt Lieselotte Müller. Geld gab es nur zweckgebunden; was nicht benötigt wurde, ging an das Land zurück. Ihre Überzeugung: "Jeder Schulleiter wäre schlecht beraten, die Budgetierung nicht zu nehmen."

Für die 136 Schulen in den beiden Landkreisen stehen 3,18 Mio. Euro für das Kleine Budget zur Verfügung, dazu kommt knapp eine Mio. Euro aus Rücklagen der vergangenen beiden Jahre. Je nach Schülerzahl gibt es pro Jahr 5000 bis knapp 100.000 Euro pro Schule. (ula)

Quelle: HNA

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