60.000 Euro

Wehren bekommen Fördergeld für mehr Sicherheit

Feuerwehr und Staatsminister mit den bereits vorhandenen Geräten: In der Bildmitte von links: Lothar Schäfer (Hauptamtlicher Gerätewart Melsungen), Frank Ebert (Stadtbrandinspektor Melsungen) und Mark Weinmeister (Staatssekretär) Foto: Braun

Melsungen. Um Melsungen und umliegende Gemeinden mit ausreichend Atemschutzgeräten auszustatten, überreicht das Land Hessen an die hiesigen Feuerwehren 60 000 Euro Fördergeld.

Mit diesem Geld können die Feuerwehren in Melsungen, Felsberg, Edermünde, Guxhagen, Körle und Malsfeld 30 neue Atemschutzgeräte kaufen. Die Geräte werden voraussichtlich ab Herbst in Melsungen lagern. Der genaue Termin hängt davon ab, wann das Geld tatsächlich ankommt und wie die Lieferangebote sind.

Bisher waren die einzelnen Feuerwehren knapp ausgestattet. Bei 78 vorhandenen Atemschutzgeräten hatte jede Gemeinde genügend Geräte für einen Einsatz. Da jedes Atemschutzgerät nach dem Benutzen aber überprüft werden muss, hätten die Feuerwehrleute bei direkt folgenden Einsätzen ohne Ersatz dagestanden. Das soll sich mit der Anschaffung weiterer Modelle ändern.

Zentrale in Melsungen

Denn in Zukunft werden die Geräte im 2013 in Melsungen eröffneten Feuerwehrstützpunkt gelagert. Jede Gemeinde kann mit einem Schlüssel jederzeit benutzte Geräte zur Wartung abgeben und durch einsatzfähige Exemplare eintauschen. Der Zugriff auf die einzelnen Geräte kann dabei durch Strichcodes auf den Westen nachverfolgt werden.

Das Projekt mit einem gemeinschaftlichen Pool, aus dem sich mehrere Gemeinden bedienen können, ist in der Region einzigartig. „Die Idee dafür entstand bereits bei der Standorteinweihung der Melsunger Zentrale Ende 2013. Für die einzelnen Gemeinden bedeutet die Zusammenarbeit den Vorteil, dass sie aufgrund des großen Pools besser und effizienter Arbeiten können“, sagt Melsungens Stadtbrandinspektor Frank Ebert.

Spezielle Lehrgänge

Ingesamt gibt es in Melsungen momentan 205 Feuerwehrleute, von denen 80 einsatzfähige Atemschutzgeräteträger sind. Diese Feuerwehrleute müssen einen speziellen Lehrgang abschließen und ihre gesundheitliche Eignung regelmäßig nachweisen.

Kehren sie von einem Einsatz zurück, werden die Atemschutzgeräte per Hand oder maschinell gereinigt, auf Atemfähigkeit überprüft und per Kompressor mit gefilterter Umgebungsluft aufgefüllt. Die Atemschutzgeräte bestehen aus einer Art Weste mit Maske und Sauerstoffflasche. Diese bietet ca. 20 Minuten Luft bei mittelschwerer Arbeit. (lbr)

Quelle: HNA

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