Osterbach-Grundschule: Für mehr Bewegung und ein besseres Schulklima

Mehr Spaß in der Pause

Die Goldene Zeit: Alle sechs Wochen trifft sich die Schulgemeinde in der Pausenhalle. Für Kinder, die sich an die Goldenen Regeln gehalten haben, gibt es kleine Geschenke. Foto: Privat

Homberg. Die Osterbach-Grundschule in Homberg hat in den vergangenen Jahren Projekte entwickelt, um ihre Schüler besser zu fördern. Unterstützt wird sie dabei von der Aktion „Kinder für Nordhessen“, die für das laufende Schuljahr wieder 1500 Euro Fördergeld bewilligt hat.

Was kann dank der finanziellen Hilfe getan werden? Zum Beispiel das Projekt Bewegte Pause. „Die Bewegte Pause ist durch das vordergründige Ziel entstanden, allen Kindern unserer Schule während der Hofpause ein breites Bewegungsangebot zu bieten“, sagt Projektleiterin Gundula Münner. Die Schüler können verschiedene Handgeräte und kleine Fahrzeuge ausleihen, um ihre Pause bewegungsintensiver zu gestalten.

Gegen Bewegungsmangel

Ziel sei es, dem Bewegungs-drang sinnvoll gerecht zu werden und Bewegungsmangel abzubauen. Zudem habe sich das Aggressionspotenzial vieler Schüler durch die Bewegung und die Beschäftigung mit den Pausenspielgeräten minimiert.

Besonders erfreulich sei, dass die Pausenspielausleihe insbesondere Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Möglichkeit eröffne, sich mit Gegenständen und Geräten auseinanderzusetzen, die sie privat möglicherweise nicht erproben können.

In einem zweiten Projekt arbeitet die Osterbachschule mit der Kindertagesstätte Osterbach zusammen. Gefördert werden sollen Kinder mit Defiziten im Motorik- und Wahrnehmungsbereich.

Konkret heißt das, dass im Anschluss an die Unterrichtszeit für die Kinder Bewegungsanlässe geschaffen werden. Es nehmen Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren teil.

In altersgemischten Kleingruppen gibt es für die Kinder in der Sporthalle ein weit gefächertes Bewegungsangebot. Die Kinder könnten sich zum Beispiel besser konzentrieren und dem Unterrichtsgeschehen aufmerksamer folgen, sagt Projektleiterin Silja Melch.

Schließlich werden Teile des Fördergeldes für das Projekt „Unsere Goldenen Regeln“ verwendet. Seit 2003 bildet es die Grundlage des Miteinander in der Schule.

Es gibt sechs verbindliche Verhaltensregeln. Sie lauten: • Sei höflich und hilfsbereit – verletze die Gefühle anderer nicht, • Sei rücksichtsvoll – verletze niemanden, • Gib dir Mühe – nutze deine Zeit und störe andere nicht, • Sei sorgsam – verschwende und zerstöre nichts, • Höre anderen zu – lass andere ausreden, • Sei aufrichtig – verdrehe die Wahrheit nicht.

Durch Lobkarten werden die Kinder bei positiver Umsetzung in ihrem Verhalten bestärkt, bei Nichtbeachtung gibt es eine Verwarnkarte oder einen Eintrag ins „Goldene Buch“ und einen Abzug der „Goldenen Zeit“. Ein Eintrag hat den Abzug von fünf Minuten der persönlichen „Goldenen Zeit“ zur Folge, von der jedes Kind montags 30 Minuten bekommt. Eingelöst wird sie jeden Freitag bei Spielen und Außenaktivitäten.

Die „Goldene Zeit“ bilde eine Klammer für das Zusammenleben, den Umgang miteinander und für das Wir-Gefühl. Das Schulklima habe sich in den sieben Jahren deutlich verbessert. (red)

Quelle: HNA

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