Neue Schnecke vergrößert Stromproduktion an der Leomühle in Bad Zwesten

Mehr Wasserkraft für Energie

Erfolgreicher Klimaschutz: Dr. Jürgen Silber, Frieda Silber, Kurt Silber, Bürgermeister Michael Köhler und Dr. Klaus Trebing vom Ing.-Büro Unger freuen sich über die neue Wasserkraftschnecke an der Schwalm bei der Leomühle, die regenerative Energie erzeugt. Foto: Privat

Bad Zwesten. Die Familie Silber, Eigentümerin der Leomühle Bad Zwesten, hat eine neue Wasserkraftanlage an der Schwalm installiert. Bei der Anlage handelt es sich um eine so genannte Wasserkraftschnecke. Sie wartet mit einer Leistung von 30 kW auf. Die Jahresproduktion an Strom entspricht jetzt zusammen mit der Altanlage einem Verbrauch von 70 Einfamilien-Häusern, erläuterte Kurt Silber.

Die Produktion von Energie hat an der Leomühle eine lange Tradition. Schon vor über 100 Jahren klapperte dort die erste Mühle und produzierte Energie, um die Arbeit des Müllers zu unterstützen.

Familie Silber verfügt noch heute über ein altes Mühlenrad aus dem Jahre 1917. Dieses weist eine Leistung von 11 kW auf. Zusammen werden 240 000 Kilowattstunden Energie pro Jahr durch Wasserkraft produziert.

Gleichzeitig mit dem Bau der neuen Wasserkraftanlage verwirklichte Familie Silber eine Fischaufstiegs-Anlage an der Schwalm. Somit können sich die Fische trotz des Wehres und der Energieproduktionsanlage problemlos flussauf- und flussabwärts bewegen. Die Fischaufstiegsanlage und die neue Wasserkraftanlage sind gerade vom Regierungspräsidium abgenommen worden.

Bürgermeister Michael Köhler freute sich beim Ortstermin an der Mühle über eine weitere Produktionsanlage von regenerativen Energien in Bad Zwesten. Positiv sei, dass die Familie selbst für den Fischaufstieg gesorgt habe. Somit trage sie mit zu einer bemerkenswerten, ökologischen Aufwertung bei. (red)

Quelle: HNA

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