BKK-Geschäftsführer Peter Klufmöller geht in den Ruhestand

Mehr Zeit für Langsamkeit

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Langweilen wird er sich auch im Ruhestand nicht: Peter Klufmöller freut sich auf Unternehmungen mit der Familie. Mit Beagle Charlie steht künftig täglich ein langer Spaziergang an.

Melsungen. Nach 27 Jahren als Geschäftsführer und Vorstand der Betriebskrankenkasse B. Braun Melsungen AG ist Peter Klufmöller offiziell seit 1. Februar im Ruhestand.

Große Wertschätzung und auch Wehmut klangen bei der feierlichen Verabschiedung in der Orangerie des Klosters Haydau an. „Wenn die Leute sagen: Schade, dass er geht, dann ist es der richtige Zeitpunkt“, sagt der 64-Jährige.

Die Familie sei in all den Jahren „etwas zu kurz gekommen“, meint er mit Blick auf den neuen Lebensabschnitt, der davon geprägt sein soll, mehr Zeit für Ehefrau Gisela und Besuche bei den Kindern zu haben.

Künftig möchte das Paar öfter in der Stadtwohnung in Wiesbaden sein. Beide sind in der Landeshauptstadt geboren und zur Schule gegangen und „dort lernte ich meine Frau kennen und lieben“, sagt Klufmöller. Stets hielten sie Kontakt in ihre Heimatstadt.

Die 38-jährige Tochter Nina-Alexandra lebt in Wiesbaden, Sohn Sascha-Mario (36) im Rheingau. Erstwohnsitz aber bleibt Melsungen, betont Klufmöller, der einige Monate vor seinem Abschied aus dem Arbeitsleben auch eine Leidenschaft ablegte, die fast ein Markenzeichen war – das Pfeiferauchen.

1969 heirateten Peter und Gisela Klufmöller. 1971 zog der studierte Diplom-Verwaltungswirt mit seiner Frau an den Bodensee. 1986 entschied er sich zu einem beruflichen Wechsel nach Melsungen. Freunde fragten damals, „ihr zieht an die Zonengrenze?“, erzählt er und schmunzelt. Auf die zweite Frage, ob sie Elektrogeräte und Braun-Radios besorgen könnten, habe er entgegnet, „nur Spritzen und Kanülen“.

Den Umzug hat das Ehepaar niemals bereut. In seinem Büro in der Grünen Straße 1 habe er sich „immer sehr wohl gefühlt“, sagt Klufmöller. Die Philosophie von B.Braun habe ihn damals wie heute begeistert, damit konnte er sich immer identifizieren, allen voran die Wertschätzung der Unternehmensführung gegenüber den Mitarbeitern. „Die Bedingungen haben die letzten 27 Jahre gestimmt“, sagt er.

Stets habe er sich mit aller Kraft und Konzentration jenen zugewandt, mit denen er zu tun hatte. Und er konnte und kann Menschen begeistern, so beschreibt Klufmöller seinen Arbeitsstil und seine Stärken.

Statt Termine in atemberaubender Geschwindigkeit zu koordinieren – morgens in Berlin, nachmittags in München und am nächsten Tag wieder im Büro – freut er sich nun auf Langsamkeit. Täglich steht ein ausgedehnter Spaziergang mit dem Beagle Charlie auf dem Programm.

Sein Ehrenamt als Aufsichtsratsvorsitzender des Herz- und Kreislauf-Zentrums Rotenburg wird den Autonarr und Mercedes-Fan ein bis zwei Tage die Woche beschäftigen (siehe Hintergrund). Im Lions-Club bleibt Klufmöller aktiv, als Ehrenvorsitzender der FDP im Schwalm-Eder-Kreis nimmt er an den Vorstandssitzungen teil und begleitet die Kommunalpolitik weiterhin.

Die Klufmöllers haben nun Zeit für spontane Unternehmungen, beispielsweise für einen Urlaub auf Sylt oder in Andalusien. Peter Klufmöller geht mit einem Gefühl der Zufriedenheit: „Es war schön“.

Quelle: HNA

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