Forstwirtschaftsmeister Heinrich Koch ist seit 50 Jahren bei Hessen Forst Technik

Die meiste Zeit im Wald

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Die Zeiten, in denen Heinrich Koch (rechts) noch selbst als Maschinenführer arbeitete, sind lange vorbei: Das Foto entstand auf dem Hof von Hessen Forst Technik in Bebra. Auf dem Fahrersitz Maschinenführer Herbert Trosheim.

Spangenberg. Heinrich Koch hat seine Wahl nicht bereut. „Ich wollte nie etwas anderes werden“, sagt er. Schon der Vater des 64-jährigen Forstwirtschaftsmeisters aus Mörshausen bei Spangenberg arbeitete im Wald und nahm den Sohn gelegentlich mit.

Diese Woche feiert Heinrich Koch sein 50. Berufsjahr bei Hessen-Forst als Einsatzleiter für Wegebau und Walderschließung in den Forstämtern Melsungen, Rotenburg, Bad Hersfeld und Burghaun. Dazwischen liegt ein Arbeitsleben, das nie langweilig gewesen ist. „Weil es immer wieder neue Herausforderungen gibt“, sagt er. „Man weiß morgens nie, was auf einen zukommt.“

Im Frühjahr 1961 begann Koch seine Ausbildung zum Waldarbeiter beim Forstamt Spangenberg in der Revierförsterei Mörshausen. Er erinnert sich noch gut an diese Zeit.

Die Beseitigung von Windwurf gehörte zu seinen ersten Aufgaben, gearbeitet wurde anfangs noch mit der Schrotsäge. 1963 legte er die Waldarbeitergehilfenprüfung ab, zwei Jahre später bekam er den Waldfacharbeiterbrief. Als später große Maschinen im Wald eingesetzt wurden, gehörte Heinrich Koch zu den Pionieren: Ab November 1970 war er Maschinenführer beim Forstamt Spangenberg beim ersten staatseigenen Rückezug, wurde wenig später Maschinenführer beim Maschinenbetrieb Kassel-Ost.

1978 folgte der nächste Meilenstein seiner Laufbahn, die erfolgreiche Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister. Seit dieser Zeit war er Einsatzleiter in Nordhessen, wegen der Strukturreformen in der Forstverwaltung an wechselnden Orten und mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. Zwischen Rhön, Vogelsberg und Kaufunger Wald kennt er sich aus wie kam ein anderer.

Drei Viertel seiner Arbeitszeit verbringt Heinrich Koch noch immer im Wald, dafür fährt er pro Jahr im Dienst 40 000 Kilometer. Am 30. November dieses Jahres, nur ein paar Wochen nach seinem 65. Geburtstag, geht er in den Ruhestand.

Er fühlt sich noch fit und möchte dann mehr Zeit mit der Familie verbringen, zu der drei Söhne, fünf Enkel und ein Urenkel gehören. Sein Hobby ist die Geschichtsforschung. Er hat an der Dorfchronik mitgeschrieben, die vor zwei Jahren in Mörshausen anlässlich der 800-Jahrfeier des Dorfes herauskam. Früher war er auch Fußballer und Wehrführer in seinem Heimatort.

Das Rüstzeug für seine erfolgreiche berufliche Laufbahn hat er seiner Ansicht nach in der Schule seines Heimatortes mitbekommen, erzählt Heinrich Koch. Dort wurden acht Jahrgänge von einem einzigen Lehrer unterrichtet, der ihnen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen beibrachte, sondern auch selbstständiges Arbeiten, Kreativität und Verantwortung für andere zu übernehmen.

Quelle: HNA

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