Sänger und Gitarrist Martin Hutchinson aus Holland spielte irischen Folk, Balladen und Blues in Körle

Melancholisches in der Grünen Harfe

Gastierte in der Grünen Harfe: Martin Hutchinson. Foto: Dürr

Körle. Martin Hutchinson aus Irland ist ein bescheidener, leiser Sänger und Erzähler. Gerade damit zieht er sein Publikum in den Bann der Musik, die er in seinem Gesang mit Gitarrenbegleitung interpretiert. Sein Genre sind der irische Folk, die Ballade und der Blues, die er in eigenem Stil mixt.

Mit Worten fängt er Momente, Bilder und Aussichten ein, erzählt von Vergangenheit und Gegenwart. Am Freitag spielte er in der Grünen Harfe in Körle. Mit warmer Stimme und professionell gespielter Gitarre besingt Hutchinson melancholisch Träume, Reisende, Erlebnisse, eine Begegnung in einer Bar. Lustige Wortspielereien beschreiben und besingen die Kartoffel, das Nationalgericht der Iren oder den Bonus, für den er musiziert. Ist die Musik bluesgefärbt, erzeugt er mit einem Chromröhrchen auch mal ganz andere Klangfarben und Glissandi.

Erzählungen zwischen den Liedern bringen den Hintergrund der Texte nahe. Hutchinson ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Er lebt zwar heute in Holland, reist aber immer wieder in seine Heimat, um neue Eindrücke für Texte einzufangen und sich für seine Musik inspirieren zu lassen.

Seine Familie besingt er mit dem Lied über Maggie: So hieß die Großmutter, die 16 Kinder geboren hat, von denen acht starben. Dieser Schmerz hat ihr Leben geprägt, aber wenn sie Whiskey getrunken hat, dann sang sie die alten irischen Lieder.

In der Grünen Harfe schenkten die Zuhörer dem Musiker viel herzlichen Applaus – und der Musiker spielte für sein Publikum noch zwei Zugaben.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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