Melanchthon-Schüler zeigten Kunst in der Mensa

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Tierisches auf der Stange: Paula Stuckhardt (links) und Leah Weidemeyer aus der 5a mit ihren handgefertigten Vögeln aus Holz.

Steinatal. Unter dem Motto "Einblicke" stand eine Präsentation und Vernissage am Donnerstagabend in der Mensa der Melanchthonschule im Steinatal. Schüler und Lehrer hatten die Ausstellung gemeinsam konzipiert und erarbeitet.

Sie vereinte die Fachbereiche Kunst, Werken, Musik und Deutsch/Darstellendes Spiel.

Einblicke gab es auf die vielfältige kreative schulische Arbeit: Zu sehen waren Plastiken, Bilder und Designobjekte. Begrüßt wurden die Gäste von Astrid Diedrichs von der Schulleitung. Die Lehrerin freute sich über die Schar der Zuschauer und erklärte, warum sich das Kollegium entschieden hatte, die Werke vor großem Publikum zu präsentieren. "Die kreativen Fächer Kunst und Werken haben den Anspruch, die Wahrnehmung der Schüler zu schulen und die Aufmerksamkeit für alle Bereiche gestalteter Umwelt zu fördern, neben Kunst auch Design, Architektur, Werbung und Massenmedien in den Blick zu rücken."

Auf spielerisch-kreative und darstellend-produktive Art sollten die Schüler im Wortsinne Formen "begreifen". Kollege Karl Ludwig Bonitz verdeutlichte: "Neben dem Kopf dürfen Herz, Bauch und Hand nicht zu kurz kommen." Die Schüler orientierten sich an historischen Beispielen, aber auch am regionalen Kontext. Die Schule fühle sich der künstlerischen Tradition und den modernen Herausforderungen der Malerkolonie verbunden. Darüber hinaus besuchten die Schüler regelmäßig Ausstellungen und Museen.

Der künstlerische Aspekt finde auch Ausdruck in anderen Fächern, etwa durch Illustrationen zu Texten im Deutschunterricht. Regelmäßig stellten die Schüler nicht nur in anderen Schulen aus, sondern bereicherten auch das Freigelände und die Flure mit ihren Exponaten. Die Umgebung der Schule inspiriere die jungen Leute zum kreativen Umgang mit Naturmaterialien. Die kreativen Fächer seien ein zentraler Beitrag bei der individuellen Entfaltung der Persönlichkeiten. Es seien keine fertigen Lehrbuch-Rezepte, die die Schüler förderten, sondern die Vermittlung einer sensiblen Achtsamkeit gegenüber der Natur und den Mitmenschen sowie originellen, schöpferisch gestaltenden Ideen.

Und Ideen konnten sich die Gäste sogar mit nachhause nehmen: Aquarelle kamen meistbietend unter den Hammer. Der Erlös ging an die Initiative "Ärzte ohne Grenzen". Mit dem Kauf der Postkartenedition unterstützten die Gäste die Ausbildung junger Menschen in Südafrika und Indien. Bei Saft und Häppchen kamen die Besucher munter ins Plaudern.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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