Molkerei: Entsorgung und Abriss kosten 100.000 Euro mehr

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Brachland: das Gelände der alten Molkerei in Gensungen.

Melsungen. Die alte Molkerei in Gensungen wird für die Stadt Felsberg eine teure Angelegenheit: Die Entsorgung der Altlasten und der Abriss alter Gebäude auf dem Gelände wird 100.000 Euro mehr kosten als ursprünglich geplant.

Das berichtete Bürgermeister Volker Steinmetz auf Anfrage der SPD in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend. Im Haushalt 2012 wurden die Kosten für die Freilegung des Geländes aufgrund eines Gutachtens noch mit 250.000 Euro veranschlagt. Wie hoch die Kosten nun tatsächlich ausfallen, kann derzeit nur geschätzt werden denn die Ausschreibung für den Abriss der alten Molkereigebäude läuft noch.

Die Stadt hatte das Gelände 2011 für 132.000 Euro gekauft. Damals war das Gebäude auf dem Grundstück noch verpachtet, der Pachtvertrag konnte erst im September 2012 aufgelöst werden. Seitdem wurden unter anderem Altlasten wie Schweröltanks und ein Dieseltank entsorgt und ein Lastenfahrstuhl ausgebaut. Unklar sei noch, ob durch den Schweröltank ein Schadstoffrisiko bestehe, sagte Steinmetz. Möglicherweise müsse Boden ausgehoben werden auch hierfür müsse man also Geld einplanen.

Abbruch soll im März starten

Der Abbruch der alten Molkereigebäude war eigentlich für Sommer oder Herbst 2013 geplant gewesen, hatte sich aber verzögert: Ein Anbieter hatte gefordert, dass die Ausschreibung nachgebessert wurde. Nun sollen die Abrissarbeiten im März beginnen, sagte Steinmetz.

Noch immer ist unklar, was danach mit dem Gelände passieren soll. Wie berichtet, war der ursprüngliche Interessent Dirk Stieglitz abgesprungen. Er wollte auf dem Molkerei-Gelände seinen Edeka-Markt erweitern, hätte dazu aber ein Teilgrundstück benötigt, das einem privaten Eigentümer gehört. Dieser Eigentümer wollte das Grundstück nicht an Stieglitz verkaufen. Er habe nun ein anderes Grundstück in Gensungen ins Auge gefasst, sagte Stieglitz auf Anfrage der HNA. Genauer wollte er sich nicht äußern, da die Gespräche mit den Eigentümern dieses Grundstücks noch liefen.

Bürgermeister Steinmetz sagte, dass es bereits Gespräche mit anderen Unternehmern gegeben

habe, die sich vorstellen könnten, das Molkerei-Gelände zu nutzen.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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