Ordnung im Super-Amt

Standort: Im neuen Melsunger Dienstleistungszentrum würde es wohl zu eng werden, das gemeinsame Ordnungsamt könnte aber ins Dienstleistungszentrum II einziehen, das im Laufe des kommenden Jahres entsteht. Auf dem Archivbild ist noch Citymanager Mario Okrafka zu sehen. Archivfoto:  gör

Melsungen. Im Mittleren Fuldatal soll das größte Ordnungsamt des Landkreises entstehen. Melsungen, Felsberg, Spangenberg Malsfeld und Morschen wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren und viele Verwaltungsaufgaben zusammenlegen.

Künftig würden dann 38 000 Menschen vom neuen Super-Amt betreut.  Idee und Konzept entstanden im Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal. Bereits jetzt gibt einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk der Städte und Gemeinden. Dieser schließt Edermünde und Niedenstein mit ein, die jedoch nicht Teil der aktuellen Planung sind.

Effektiver und günstiger sollen die administrativen Aufgaben künftig bewältigt werden, sagt Herbert Vaupel, Malsfelds Bürgermeister und Verbandsvorsitzender.

Sechs Mitarbeiter werden derzeit in den Ordnungsämtern beschäftigt, drei weitere arbeiten als Hilfspolizisten. Im neuen Amt werden es nach Aussage von Vaupel insgesamt nur noch sechs sein. Drei Mitarbeiter würden aus dem Ordnungsamt ausscheiden.

„Die Umstrukturierung soll auf keinen Fall zu Lasten der Mitarbeiter und der Kunden gehen“, sagt dazu Volker Wagner, Vorsitzender der Verbandsversammlung. Man wolle keine Entlassungen. Für die Mitarbeiter würden andere Einsatzgebiete in den Verwaltungen gefunden.

Die Gemeindevorstände, die Verwaltungen und die Personalräte von vier Kommunen hätten bereits zugestimmt. Schlussendlich entscheiden würden natürlich die Parlamente, sagt Vaupel. Auch die Satzungen der Kommunen müssten noch angeglichen werden.

Als Standort des neuen Ordnungsamtes sei das Dienstleistungszentrum II im Gespräch, dass im kommenden Jahr in Melsungen entstehen werde, sagt Wagner, der in Melsungen Fraktionschef der Sozialdemokraten ist.

Für die Zusammenlegung könnte es einen Zuschuss von 100 000 Euro für den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit geben.

Die Kosten des laufenden Betriebs sollen nach einem Einwohnerschlüssel umgelegt werden. Die Rede ist von etwa 250 000 Euro. Diese Summe sei der Saldo aus Einnahmen wie Bußgeldbescheiden und Ausgaben wie Personalkosten, sagt Herbert Vaupel.

Das neue Amt könne frühestens 2014 an den Start gehen. Viele Abstimmungsprozesse stünden in den Parlamenten und Verwaltungen noch an, sagt Vaupel.

• Folgende Aufgaben sollen im neuen Ordnungsamt zusammengeführt werden: Kontrolle des ruhenden Verkehrs, Gurt- und Helmpflicht, Abfall, Verkehrszeichen, Straßenreinigung, Einweisungen, Obdachlose und die Hundeverordnung. In den Kommunen bleiben Meldewesen, Standesamt, Feuerwehr und mehr.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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