Wasser lässt Euros sprudeln

Stadtwerke verbuchten 21.000 Euro Gewinn im vergangenen Jahr

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Stromerzeugung mit Fulda-Wasser: Elektriker Wolfgang Kothe an der Steuerung des Leitapparats im Melsunger Wasserkraftwerk. Bis zu 10 000 Liter Wasser durchströmen die im Boden versenkte Kaplan-Turbine pro Sekunde.

Melsungen. Frischwasser, Abwasser und Strom, den die Turbine im Kraftwerk an der Fulda erzeugt, haben den Melsunger Stadtwerken im vergangenen Jahr ein finanzielles Plus von 21.000 Euro eingebracht.

Die größten Einnahmen erzielten die Stadtwerke durch die Gebühren für die Entsorgung des Abwassers, die die Melsunger zahlen mussten: 21.600 Euro.

41.600 Euro haben die Stadtwerke aus dem Verkauf des Stroms an die Eon-Mitte erzielt, die die Turbine des Wasserkraftwerks erzeugt hat. Die Kosten abgezogen, bleibt unterm Strich ein Plus von gut 10.000 Euro. 542.424 Kilowattstunden schaffte die Kaplan-Turbine und damit deutlich mehr als im Jahr zuvor, nachdem 2010 die elektronische Steuerung erneuert worden war.

Auch für 2012 wird die Reparatur des Rechens sich beim Gewinn bemerkbar machen, weil die Turbine für einige Wochen still stehen musste.

Ein Defizit von 10.600 Euro weist die Bilanz dagegen bei der Förderung und dem Verkauf des Frischwassers auf. Gefördert wurden aus den zwölf Tiefbrunnen und zwei Quellen 1,567 Millionen Kubikmeter. Das sind über eineinhalb Milliarden Liter.

1,4 Millionen Kubikmeter wurden in den Melsunger Haushalten mit 13.420 Einwohnern und Gewerbebetrieben verbraucht. Allein B. Braun, Edeka und andere Großbetriebe nehmen etwa ein Drittel der Wassermenge ab, erklärte Martin Dohmann, Leiter der Stadtwerke.

Die Differenz von 168.000 Kubikmeter ist aufs Spülen von Leitungen, Reinigen der zwölf Hochbehälter, von Quellschächten und anderen Betriebseinrichtungen zurückzuführen - und auch auf den Wasserverbrauch der Feuerwehren bei Übungen und Löscheinsätzen, heißt es im Bericht, der dem Parlament vorgelegt wurde. (bmn)

Quelle: HNA

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