In Melsungen gibt es viele unsichere Stellen für Radfahrer

Beobachtet die Verkehrslage für Melsungens Radfahrer mit Sorge: Radfahrbeauftragter Horst Gießler. Archivfoto: V. Koch

Melsungen. Radfahren in Melsungen ist eine gefährliche Angelegenheit - das ist die Meinung der HNA-Leser, die uns Gefahrenstellen nannten.

„Eine gefahrlose und entspannte Tour auf Melsungens Hauptverkehrsstraßen ist fast unmöglich“ - das ist die Meinung von HNA-Leser Klaus Jürgen Rose aus Melsungen. Er nannte uns neben anderen Lesern Gefahrenstellen und machte auf den problematischen Umgang mit Radfahrern aufmerksam:

Kasseler Straße (B 83) 

Ab der Kreuzung Schlossstraße bis zum Erreichen des R1 am Ortsausgang Richtung Röhrenfurth sei die Verkehrslage für Fahrradfahrer sehr schwierig, sagt Gottfried Maßmann. „Meines Wissens sind im Bereich der B 83, der ausgebaut werden soll, keine Radwege vorgesehen.

Wenn dem so ist, werden Radfahrer offensichtlich immer noch nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer angesehen“, kritisiert er. Auch Dr. Hans-Joachim Fastenrath betrachtet die Kasseler Straße Richtung Röhrenfurth als gefährlich. Sie sei für einen Radfahrer kaum befahrbar.

Lindenbergviadukt/Huberg/Carl-Braun-Straße 

An den Einmündungen Huberg, Carl-Braun-Straße und Lindenbergviadukt in die Bahnhofstraße besteht laut Klaus Jürgen Rose aus Melsungen ein erhebliches Unfallrisiko: „Es erfordert viel Mut und Nervenstärke, um unbeschadet durch den stetigen Verkehrsfluss zu kommen.“

Er fragt sich, welche Schwierigkeiten einer Ausstattung der rechten Fahrbahnseite Am Huberg mit einem Radfahr-Markierungsstreifen entgegenstünden. Fastenrath aus Melsungen macht darauf aufmerksam, dass eine Ausschilderung für den Bereich Altstadt bis zum Beginn in Höhe des Lindenbergviaduktes fehle. „Der Bereich zwischen Lindenbergviadukt und der Einmündung der Straße Am Huberg ist für Radfahrer bei viel Verkehr lebensgefährlich“, meint er.

Gut sind R1 und Innenstadt 

Die einzige vernünftige Radwegverbindung ist für Maßmann der Fuldaradweg R1, „doch hilft der mir nicht, wenn ich in der Stadt Melsungen abseits dieses Radweges unterwegs bin.“

Der Radtourist auf dem R1 werde an Gefahrenstellen vorbeigeleitet und könne sich nicht beklagen, bestätigen auch Fastenrath und Rose.

Für Fastenrath ist es außerdem lobenswert, dass die Innenstadt mit dem Fahrrad befahren werden kann, häufig sogar entgegen der Einbahnstraßen.

Das sagt der Radbeauftragte 

Horst Gießler, Melsungens Fahrradbeauftragter, weist auf zwei Studien hin: Die Ingenieursgemeinschaft Dr.-Ing. Hellmut Schubert aus Hannover habe bereits 1987 ein Konzept mit Vorschlägen zur Beruhigung des Verkehrs erstellt. Studenten der Universität Kassel hätten im Jahr 1996 einen weiteren Verkehrsentwicklungsplan für Melsungen konzipiert.15 Mängel stellten sie fest. Fast nichts sei umgesetzt worden. Hoffnung sei ein neuer Stadtausschuss. Eine Sitzung gibt es vor Weihnachten.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare