Melsunger Bahnhof ist Großbaustelle

+
Fassade. Das Gebäude wird komplett mit einer 14 Zentimeter starken Wärmedämmung umhüllt. Darauf kommt ein heller Putz. Farbtupfer setzen die kiefergelben Holzfenster. Kleines Bild: Die Bodenplatte für den Wintergarten des Bistros ist bereits gegossen.

Melsungen. Das Melsunger Bahnhofsgebäude ist schon von außen als Baustelle zu erkennen, weil derzeit an der Fassade gearbeitet wird. Doch im Innern, wo nur Bauarbeiter Zutritt haben, tut sich viel mehr als von außen zu erahnen ist.

Stützen, Stempel, Arbeiter, die mit dem Presslufthammer den Betonboden zerkleinern, Gerüste, Isoliermaterial. Fast scheint es, als wäre kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Doch so chaotisch es für den Laie aussieht, es hat alles seinen Sinn, denn für die neue Nutzung durch die Musikschule Schwalm-Eder Nord, die Volkshochschule des Kreises und durch die Bäckerei Klabunde, die im neuen Bistro auch Fahrkarten verkaufen wird, sind etliche Änderungen der Raumaufteilung erforderlich.

Lesen Sie auch:

- Melsunger Bahnhof wird umgebaut - Neues Konzept integriert Kunst

Auch technisch muss das Haus auf modernen Standard gebracht werden. Dazu gehören die neuen Fenster mit Doppel-Verglasung, die Holzpellet-Heizung mit Wärmetauschersystem samt Luftbefeuchtung. „Man darf lüften, muss aber nicht“, erklärt Bauleiter Manuel Rauch. Die Heizung sei CO2-neutral, außerdem werde auch der ehemligen Güterschuppen, den die Starthilfe nutzt, mitgeheizt, sagt Bürgermeister Dieter Runzheimer. Mit der Dämmung habe das Haus dann Niedrigenergiestandard, so Rauch. Ein Fahrstuhl vom Gewölbekeller bis ins Obergeschoss gewährleistet die Barrierefreiheit, denn Musikschule und Vhs nutzen alle Etagen. Dazu gehört auch der Kellerraum für die Schlagzeuger.

Im Keller wird auch die Zentrale installiert, von der aus die Stadtteile - außer Obermelsungen - mit dem schnellen Internet versorgt werden, sagt Bauamtsleiter Martin Dohmann: „Entweder per Kabel oder per Funk.

Genau genommen gibt es noch einen vierten Nutzer im Haus: Die Deutsche Bahn mit dem Stellwerk. Fahrdienstleiter Klaus Schönewolf hat von der Glaskanzel aus einen guten Blick auf die Schienen. (bmn)

Mehr dazu am Samstag in der gerduckten Ausgabe

Quelle: HNA

Kommentare