Politikgrundkurs der Geschwister-Scholl-Schule spricht mit der HNA

Melsunger Bürgermeisterkandidaten sorgen bei Jugendlichen für Gesprächsstoff

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Würden gerne wählen: Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule interessiert, was sich vor ihrer Haustür tut. Hinten von links: Julia Salzmann, Caroline Bohn, Franziska Schick und Edwin Meister. Vorne sitzen Nils Blumenstein (links) und Slawik Kaplunov.

Melsungen . Plakate und Flyer von den Bürgermeisterkandidaten Ulrike Hund und Markus Boucsein sind in Melsungen allgegenwärtig. Auch bei Jugendlichen sorgt die Wahl für Gesprächsstoff. Mit der HNA haben die Schüler des Politikgrundkurses an der Geschwister-Scholl-Schule über den Wahlkampf gesprochen.

Auch Zuhause bei Maren Teschauer ist die Wahl Thema. Beim Essen geht es um die Kandidaten und ihr Wahlprogramm. Obwohl gerade noch nicht wahlberechtigt, haben sie und ihre Mitschüler klare Vorstellungen, was ein Bürgermeister in Melsungen bewegen sollte.

Mehr Angebote für Jugendliche stehen dabei ganz groß auf ihrer Wunschliste. „In der Innenstadt ist nichts los“, sagt Franziska Schick. Alles spiele sich nur noch vor dem Sandcenter ab. „Ein zweites Kassel in Melsungen brauchen wir nicht“, sagt Julia Salzmann. Ein weiteres Sandcenter ist für die 17-Jährige deshalb keine Lösung: „Melsungen ist eine schöne Fachwerkstadt. Kleine Läden in der Innenstadt machen da den Charme aus.“

Schon vorhandene Angebote wie die Christmas-Party auf dem Marktplatz kommen bei den Oberstufenschülern gut an. Länger als 22 Uhr müsse die Musik gar nicht laufen. „Würde ich da wohnen, würde ich das auch nicht die ganze Nacht hören wollen“, sagt Franziska Schick. Besser fände die 16-Jährige die Verlegung der Party in die Kulturfabrik oder auf die Freundschaftsinsel.

Liegewiese in der Fuldaaue

Die Pläne für die Umgestaltung der Fuldaaue mit Liegewiese, Beachvolleyballfeld und Grillplatz sind ganz nach dem Geschmack der Oberstufenschüler. „Die Stadt muss sich dann darum kümmern, dass es da ordentlich aussieht“, sagt Julia Salzmann. Auf dem Skateplatz Am Sand sei das gerade nicht der Fall. Auch um die Spielplätze sollte sich mehr gekümmert werden. „Kaputte Geräte und Müll gibt es da oft“, sagt die 16-Jährige. Ein Kino – wie von Ulrike Hund und Markus Boucsein bei einem passenden Investor vorgeschlagen – steht bei den Jugendlichen hoch im Kurs. „Jederzeit ins Kino gehen: Das wäre toll“, sagt die 17-jährige Maren Teschauer. Die Fahrkarte nach Kassel sei mit über sechs Euro zu teuer um mal eben ins Kino zu fahren.

Schülerticket

„Wir dürfen nicht wählen, weil wir nicht als Erwachsene gelten, aber da sollen wir den vollen Preis zahlen“, sagt Franziska Schick. Sie wünscht sich von den Kandidaten, dass sie sich für ein Schülerticket einsetzen. Einen Tipp, wie die Wahl um den Bürgermeisterposten ausgeht, haben die Schüler nicht: „Die Vorhaben der Kandidaten sind sehr ähnlich“, findet Nils Blumenstein. Deshalb falle es schwer, sich für einen zu entscheiden.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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