Melsunger Gesamtschule wurde mit Festakt eröffnet und an Landkreis übergeben

Eröffnete den Rede-Reigen: Landrat Winfried Becker nahm als Schulträger das Geschenk der B. Braun Melsungen AG entgegen. Zum Festakt waren etwa 250 geladene Gäste in die Aula der Schule gekommen. Fotos: Dewert

Melsungen. Mit einem unterhaltsamen Nachmittag endete ein bisher einmaliger Vorgang in Hessen. Ein Unternehmen - die B. Braun Melsungen AG - schenkte einer Stadt und dem Schulträger, also Melsungen und dem Schwalm-Eder-Kreis, eine Schule für zwölf Millionen Euro.

Für die und Lehrer bedeutet dies, dass jetzt wieder Ruhe in den Schulbetrieb einkehren kann. Zweieinhalb Jahre waren die Arbeiten allgegenwärtig: Projektplaner, Architekten, Elektriker, Maurer, Maler und viele mehr werkelten und planten an der Schule. Schlusspunkt war der Festakt am Donnerstag in der Aula mit etwa 250 Gästen. Höhepunkt wird der Tag der offenen Tür am heutigen Samstag.

Stefan Grüttner, Hessens Sozialminister, sagte in seiner Rede, dass alle Reden des Tages Festreden seien. Damit hatte der Ersatz vom angekündigten Ministerpräsidenten Volker Bouffier recht. Erstaunlich war indes, dass nicht Alexander Lorz, seines Zeichens Kultusminister, geschickt worden war.

Einer, der sich viel Lob anhören durfte, war Darius Maloschek, die Projektleiter-Allzweckwaffe von B. Braun. Er betreute auch den Neubau des Feuerwehrstützpunkts und ist für den Umbau des Stadtwaldparks verantwortlich. Und Maloscheck schaffte eine Punktlandung: Budget und Zeitplan wurden eingehalten und das trotz erweiterter Bauarbeiten, lobte Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Aufsichtsratsvorsitzender, seinen Mitarbeiter.

Einhelliger Tenor war in den Reden von Schulleiter Matthias Bohn, Landrat Wilfried Becker, Architekt Matthias Foitzik, Heinz-Walter Große, Ludwig Georg Braun, Bürgermeister Markus Boucsein und Stefan Grüttner: Der Neubau ist mehr als eine Investition in Steine, er ist ein Versprechen an die Zukunft der Kinder.

Bohn gebrauchte dafür eine Samen-Metapher. Wohlstand, Friedfertigkeit und Demokratie seien keine Früchte, die man ernten könne oder einem in den Schoß fielen, sie müssten jedes Jahr neu ausgesät werden. Die Schule stehe in guter Lage, und hoffentlich bester Lage und werde der Stadt Melsungen Früchte bringen. Ludwig Georg Braun hätte sich kein besseres Geschenk aussuchen können. Außerdem habe er stets nur gefragt, was gut für die Schüler sei und nie Inhalte zum Thema gemacht.

Durch den Nachmittag führten gekonnt die Schüler Chiara Böse und Jan Philipp Claus und für die Musik sorgten der Rainer-Schmidt-Chor, United Brass, die Musikantengilde, und die Big Band der Geschwister-Scholl-Schule und der Gesamtschule sowie ein Chor aktueller und ehemaliger Schüler.

Festakt: B. Braun übergibt Gesamtschule an Landkreis

Quelle: HNA

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