59 Menschen sollen einziehen

Melsunger Jugendherberge soll Flüchtlingsheim werden

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Hauptamtsleiter Thomas Garde steht in der noch eingerichteten Küche der Jugendherberge.

Melsungen. Stadt und Deutsches Jugendherbergswerk einigen sich: Die seit 2012 leerstehende Jugendherberge in Melsungen soll zur Flüchtlingsunterkunft werden.

Bis zu 59 Menschen könnten dort schon in den kommenden Wochen einziehen. 15 weitere Flüchtlinge kommen in das Obdachlosenheim am Tannenwäldchen. Das bestätigte am Donnerstag Thomas Garde, Büroleiter der Stadt.

Die Jugendherberge war schon 2014 als Unterkunft im Gespräch. Die Stadt und das Deutsche Jugendherbergswerk konnten sich seit dem wegen rechtlicher Differenzen nicht einigen. Jetzt soll ein Rückkauf der Stadt das Problem - es war unter anderem um Haftungsfragen gegangen - lösen. Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung dem Rückkauf des Gebäudes zuzustimmen. Diese tagt am 4. November. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Das Jugendherbergswerk sei der Stadt aber entgegengekommen, sagt Garde. Der Kaufpreis wird in vier Jahresraten bezahlt.

In der Jugendherberge wäre Platz für mehr als 59 Menschen. Dann würde aber eine Brandmeldeanlage für mehr als 50 000 Euro fällig, sagt Garde. Diese Investition könne die Stadt derzeit nicht stemmen und der Einbau würde viel Zeit kosten. „Die Jugendherberge ist immer noch in so einem guten Zustand, dass wir nur minimale Instandsetzungarbeiten vornehmen müssen“, sagt Garde. Mit Außentreppen von den Terrassen würden zusätzliche Fluchtwege geschaffen, es müssten Matratzen angeschafft werden und die Küche sowie die Gemeinschaftsräume hergerichtet werden. Vertreter des Landkreises seien bei einer Begehung begeistert gewesen, schildert Garde. Die Jugendherberge sei hervorragend geeignet.

Die untergebrachten Flüchtlinge - es wird sich um Männer und Familien handeln - sollen möglichst schnell in Wohnungen verlegt werden.

Für die spätere Nutzung gebe es noch keine Pläne.

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Quelle: HNA

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