Melsunger Jugendliche bauten Holzhütten-Dorf

Vor der Dorfkirche: Kinder stimmten bei der Einweihung ein Lied an. Fotos: Schaake

130 Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugend Melsungen-Land haben in Röhrenfurth ein Hüttendorf gebaut. Dort soll das Dorf nach Angaben des Initiators dauerhaft stehen bleiben.

Sechs Wochen lang haben junge Christen aus Kehrenbach, Kirchhof, Obermelsungen, Melsungen, Schwarzenberg und Röhrenfurth mit Teamern der Evangelischen Jugend Melsungen-Land aus Balken, Brettern und Latten zehn Hütten und eine Kirche gebaut. Für das gelungene Martin-Luther-Hüttendorf auf einer Wiese bei Röhrenfurth gab es beim Einweihungsfest viel Lob und Anerkennung - von Pfarrern, Eltern und der Stadt Melsungen. Über 300 Gäste kamen zum Einweihungsfest.

„Mit diesem coolen Luther-Dorf und der beeindruckenden Kirche hat die Jungschar Melsungen-Land ein neues Zuhause gefunden.“ Das sagte der Initiator und Leiter des Projekts, Diplom-Religionspädagoge Hans-Günter Späth. Er sei glücklich, dankbar und froh.

Unter dem Motto „Martin Luther auf der Spur - kreativ den Reformator begreifen“ entdeckten die jungen Christen, wie das Wirken Martin Luthers (1483-1546) das Leben und den Glauben im Mittelalter verändert haben. Mit dem Luther-Dorf, betonte Späth, erfülle sich sein Traum, einen Ort für Kinder und Jugendliche zu schaffen, „der ihnen gut tut“. Dieser Traum habe sich nur mit Hilfe von Verbündeten erfüllt: „Luthers Verbündeter hieß Friedrich der Weise, und mein Verbündeter heißt Helmut der Allzweckhammer.“

Dank an Profi

Damit meinte er Malermeister Helmut Helmke aus Röhrenfurth, der sich auch als guter Zimmermann und Schreiner erwies. Als Dank für seine über 50 Arbeitsstunden erhielt er einen Zimmermannshammer.

„Was für eine Mühe, was für ein Projekt“, sagte Pfarrer Dr. Sigurd Sadowski. Herzlichen Dank sagte er den jungen Christen „für viel Kraft und Herzblut“, allen Spendern und der Stadt Melsungen. Eine Burg, ein Haus für die Kinder, ein Künstlerhaus, eine Schmiede, eine Kneipe, eine Bibelhütte und eine Kirche - das sei alles wie zu Luthers Zeiten. Als Dank bekam jeder Hüttenbauer von „Günni” Späth einen kleinen Zollstock. (m.s.)

Quelle: HNA

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