Melsunger Kfz-Innung feiert 50. Geburtstag

Mit Oldtimer zum Jubiläum: Die Mitglieder der Kfz-Innung Melsungen posieren mit Ehefrauen vor dem Rathaus. Foto: Gehlen

Kreisteil Melsungen. In den 60er Jahren wurde im Automobilgewerbe mit harten Bandagen gekämpft: Ungeliebten Konkurrenten seien teilweise keine Ersatzteile abgegeben worden, erinnert sich der Felsberger Günther Heidler.

Heute hat sich die Zusammenarbeit in der Branche normalisiert - und ist zum Erfolgsmodell geworden: In diesem Jahr feiert die Kfz-Innung ihren 50. Geburtstag.

Heidler (75), der beim Autohaus Rietschle arbeitete, hat die Entstehung der Innung selbst miterlebt. Seine Version unterscheidet sich aber von dem, was in der offiziellen Chroniken steht: Demnach war es der Melsunger Berufsschullehrer Herbert Zeymer, der 1962 den Anstoß gab. „Er war der Meinung, dass die Melsunger Lehrlinge in Kassel benachteiligt werden“, sagt Heidler.

Im Oktober des folgenden Jahres wurde die Innung aus der Taufe gehoben. 23 Gründungsmitglieder waren damals dabei. Heute sind es 40 Mitgliedsbetriebe. „Das ist ein Höchststand“, sagt Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehört auch heute noch die Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Radko-Stöckl-Schule. Mit Kassel werde nur dort kooperiert, wo es nötig ist. Das sorge für Ortsnähe und eine günstige Ausbildung, die für die Betriebe bezahlbar bleibe. Bis zu 15 Auszubildende sind es pro Jahrgang. In einem Zusammenschluss mit einer größeren Innung sehen die Melsunger keine Vorteile: Da gingen die eigenen Interessen eher unter, sagt Rudi Hupfeld, der seit 2005 Obermeister der Innung ist.

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Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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