Melsunger retten Hündin aus Mülltonne: Tier braucht OP

Hilfe gesucht: Herrchen Ulf Wunderlich mit Mischlingshündin Kula, die aus Kroatien gerettet wurde. Foto: Schmidt

Melsungen. „Ein klägliches Winseln erklang, es kam aus einer Mülltonne. Als ich den Deckel beiseiteschob, schauten mich zwei verängstigte, traurige Kulleraugen an.“ So schildert Ute Braggs aus Melsungen den Fund ihrer etwa acht Monate alten Mischlingshündin Kula in Kroatien.

Sie und ihr Lebensgefährte Ulf Wunderlich beschlossen sofort, dass sie den jungen Welpen retten mussten und brachten ihn nach Deutschland. Dort stellte man dann aber fest, dass die Hündin schwer krank ist und dringend operiert werden muss.

Ute Braggs und Ulf Wunderlich hatten das Tier während ihres Urlaubs in Kroatien gefunden. „Mitten in der Prärie stand ein großer Container. Wir wollten unseren Müll aus dem Wohnwagen dort wegwerfen, als wir das Winseln hörten“, erzählt Ulf Wunderlich. Halb verhungert und blutend habe Kula in der Tonne gelegen. Man hatte versucht, sich ihrer zu entledigen.

Die beiden Melsunger waren entsetzt über die Lage des Welpen. Kula wog zu Beginn 4,5 Kilo, selbst für einen Welpen viel zu wenig. Nach zwei Monaten in Deutschland hatte sie ihr Gewicht bereits verfünffacht.

Schwarz vor Schmutz

Braggs und Wunderlich haben es nicht über sich gebracht, die kleine Hündin dort im Schmutz zurückzulassen. Die Lebensgefährten nahmen den jungen Mischling mit in ihren Wohnwagen und pflegten ihn dort. „Als wir sie wuschen, stellten wir fest, dass ihr Fell gar nicht schwarz war, wie es schien. Es war nur vollkommen verdreckt“, erzählt Braggs.

Bevor sie Kula über die Grenze bringen konnten, mussten sie noch einiges klären. Die Hündin brauchte einen gültigen Haustierausweis und musste geimpft und gechipt werden. Ohne diese Bescheinigungen wäre sie nicht durch den Zoll gekommen.

Bei der ärztlichen Untersuchung kam heraus, dass Kula an einer schweren Fehlentwicklung des Hüftgelenks (Hüftgelenkdysplasie) und an einer Erkrankung des Lendenwirbels (Cauda-equina-Kompressions-Syndrom) leidet. Sie kann nur mit starken Schmerzen laufen und ihre Bewegungsfähigkeit ist sehr eingeschränkt.

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Von Natalie Schmidt

Quelle: HNA

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