Melsunger Seniorentage wollen Mut machen fürs Alter

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Die Macher der zweiten Melsunger Seniorentage: unten von links: Barbara Schäfer (evangelische Kirchengemeinde Melsungen Land), Erster Stadtrat Fritz Voit, Erika Thein (katholische Kirchengemeinde), mittlere Reihe: Gerhard Schuster (von KnaufKassel, einem Unterstützer), Sandra Scholz (Pfarrerin evangelische Kirchengemeinde), Marion Viereck (Seniorenbeirat Stadt Melsungen), oben: Karin Roß (Fleischerei Roß), Ilona Braun (Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen), Marén Feldhaus (Seniorenbeauftragte).

Melsungen. Mut machen und die vielfältigen Möglichkeiten des Älterwerdens aufzeigen - das sollen die zweiten Melsunger Seniorentage, die am Wochenende des 21. und 22. April in der Kulturfabrik angeboten werden.

Ein Team von Profis und ehrenamtlich Engagierten hat die Seniorentage unter Führung von Seniorenbeauftragter Marén Feldhaus organisiert.

„Es ist nicht immer lustig, älter zu werden, aber es ist auch kein Grund, sich in ein Mauseloch zu verkriechen“, sagt Ilona Braun, die zweite Vorsitzende des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen, der zu den Unterstützern der Seniorentage gehört. Das Alter sollte aktiv gestaltet werden - wichtig sei, mit der Vorbereitung früh anzufangen, sind sich die Organisatoren der Seniorentage einig.

Bei den Seniorentagen soll auf die vielfältigen Aspekte des Älterwerdens eingegangen werden. Das zeigt auch das Programm: Tipps zur richtigen Pflege und zum Umgang mit Demenz sowie zu Gesundheitsfragen gehören ebenso dazu wie sportliche Angebote, Tanz und Vorträge zu rechtlichen Fragen. Den Festvortrag am Samstag ab 13.30 Uhr hält Professor Dr. Annelie Keil: Ihr Thema ist „Älterwerden als biografischer Auftrag, sich dem Leben zu stellen - zwischen Krankheit und Gesundheit, Krise und Glück“.

Für Gespräche soll es mehr Raum geben als bei der Premiere der Seniorentage vor zwei Jahren. „Die Besucher sind sehr kommunikativ“, hat Marén Feldhaus festgestellt. Ein von ehrenamtlichen Helfern der Melsunger Kirchengemeinden betriebenes Café und die von der Fleischerei Roß angebotene Suppenküche sollen den Gesprächswünschen auf vergrößerter Fläche Rechnung tragen.

Vor zwei Jahren hatten etwa 2000 Menschen aus der gesamten Region um Melsungen die Seniorentage besucht. Ein schöner Anfangserfolg, der in diesem Jahr getoppt werden soll: „Wir rechnen mit mehr Gästen. Das Baby muss ja wachsen“, sagt Feldhaus. Damit das klappt, wurden alle Bürgermeister und Tourist-Informationen in der Region über die Veranstaltung informiert und können sie bewerben.

Dass Seniorentage Zukunft haben, zeigt vielleicht eine Zahl: Schon jetzt gibt es im Stadtgebiet von Melsungen mehr als 800 Menschen, die über 80 Jahre alt sind. Über 50 ist vermutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Die Kulturfabrik liegt zwar ein wenig außerhalb. Das soll jedoch niemanden vom Besuch abhalten: Das Taxiunternehmen Jens Marggraf bietet Fahrten aus der Stadt und den Stadtteilen zum vergünstigten Fahrpreis von zwei Euro an. Anmeldungen unter Telefon 05661/1220.

Auch Jugendliche helfen bei den Seniorentagen: Mitglieder des Jugendparlaments fungieren als Lotsen über die von vielen Firmen bestückte Ausstellung und und geben Tipps, wo welche Veranstaltung zu finden ist. (sis)

Quelle: HNA

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