Melsunger Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker bekam Bundesverdienstkreuz

Hat viele Melsunger Bürgermeister miterlebt: Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker ist seit 26 Jahren im Amt. Hier mit Bürgermeister Markus Boucsein bei dessen Amtseinführung. Archivfoto: Grugel

Melsungen. Sich für die eigene Stadt zu engagieren, ist für Albin Schicker selbstverständlich. Der langjährige Stadtverordnetenvorsteher von Melsungen wurde dafür von Staatssekretär Mark Weinmeister mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Bei der kommenden Kommunalwahl im März kandidiert Schicker (SPD-Mitglied) zwar nicht mehr, trotzdem möchte er sich weiter für die Stadt engagieren.

„Für mich ist es eine Ehre und eine Bestätigung meiner Arbeit“, sagt Schicker über seine Auszeichnung. Bereits vor 20 Jahren wurde der heute 70-Jährige mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Es sei vor allem in der jungen Generation schwierig, Leute für ein Ehrenamt zu begeistern. Woran das liege, wisse er nicht, erklärt Schicker. „Sonst könnte man ja etwas dagegen tun.“

Er selbst hat sich besonders in der Kommunalpolitik engagiert. Seit 1972 ist er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Melsungen und seit 1989 ununterbrochen der Stadtverordnetenvorsteher. Staatssekretär Weinmeister lobte Schicker für seine ruhige und souveräne Art.

Auch der ehemalige Bürgermeister Dr. Ehrhart Appell bewundert Schicker: „Er ist ein hervorragender Anwalt und engagiert sich neben seinem aufreibenden Beruf viel für die Stadt und auch im Handballsport“, erklärt Appell. Er kennt Schicker schon seit den 60er-Jahren durch die Kommunalpolitik aber auch persönlich. „Ich habe ihn immer als sehr ausgleichenden Menschen wahrgenommen. Fleißig, freundlich und verbindlich“, ergänzt er.

„Den Handballsport habe ich schon als kleiner Junge mit zehn Jahren für mich entdeckt“, sagt Schicker, der heute Schiedsrichter-Obmann bei der Melsunger Turngemeinde ist und auch Vorsitzender des Bezirkssportgerichts Melsungen-Hersfeld.

In Melsungen ist der 70-Jährige seit seiner Zeit auf dem Gymnasium. „Die Stadt und auch die Menschen liegen mir am Herzen“, sagt Schicker. Meilensteine seiner lokalpolitischen Zeit sind für ihn der Bau der Stadtsporthalle und auch der Stadthalle, dem alten Kasino.

Auch wenn sich Schicker politisch zurückziehen will, bedeute das nicht, dass man nichts mehr von ihm hören werde: „Ich stehe trotz keiner weiteren Kandidatur gerne mit Rat und Tat zu Seite.“

Zur Person

Albin Schicker wurde am 10. Februar 1945 während des Zweiten Weltkrieges im Sudetenland geboren. 1946 kam er nach Körle, dort verbrachte er seine Kindheit und ging zur Grundschule. In Melsungen besuchte er dann das Gymnasium. Für das Studium ging es für ihn bis 1970 nach Marburg. Bis heute ist der 70-Jährige als Anwalt in Melsungen tätig. Er ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter sowie zwei Enkelkinder.

Quelle: HNA

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